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Sechs Dörfer warten auf den Startschuss

Richtlinien für Dorferneuerungsprogramm fehlen Sechs Dörfer warten auf den Startschuss

Seit Jahren verfällt das Haus im Ortskern Tiftlingerodes immer weiter. Kaufinteressenten? Keine. Sanierungswille? Nicht vorhanden. Stattdessen: nasse Wände, marode Balken, desolater Zustand. Exemplarisch steht das Gebäude für die Schandflecken, die mithilfe des Dorferneuerungsprogramms des Landes Niedersachsen beseitigt werden könnten.

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Verbindungsstraße zwischen Tiftlingerode und Gerblingerode ist in sehr schlechtem Zustand.

Quelle: Schauenberg

Tiftlingerode. Allerdings fehlt es dazu den sechs Dörfern, die in das Programm aufgenommen wurden, an Richtlinien, um loslegen zu können.

In einem Brief an Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) macht Tiftlingerodes Ortsbürgermeister Gerd Goebel darauf erneut aufmerksam – und hofft auf ein gemeinsames Treffen des Ministers mit ihm, dem Landtagsabgeordneten Lothar Koch und Bürgermeister Wolfgang Nolte (alle CDU).

Natürlich geht es dem Ortsbürgermeister nicht um das eine Haus. Schließlich sollten über das Dorferneuerungsprogramm in erster Linie Altbauten saniert und modernisiert werden, um die Attraktivität der Orte zu steigern, so Goebel. Damit sollten Eigentümer in den Dörfern gehalten und möglicherweise junge Familien in die kleinen Orte gelockt werden. Allein in Tiftlingerode gebe es rund 50 Gebäude, bei denen Sanierungsbedarf bestehe.

Ähnlich sehe es auch in den übrigen Orten im Programm, in Immingerode, Gerblingerode, Westerode, Breitenberg und Hilkerode aus. Und auch Interessenten warten darauf, an ihrem Eigentum tätig zu werden. Außerdem sei die Verwaltung bereits tätig geworden und ein Planungsbüro beauftragt – wenn es nun noch Richtlinien gäbe, könnte mit der Dorferneuerung begonnen werden, so Goebel.

„Wir stehen in den Startlöchern“

Das verfallende Haus sei ein Beispiel, wie ein „nicht zu rettendes, unverkäufliches Gebäude“ beseitigt und stattdessen mitten im Ort eine Grünfläche und weitere Parkplätze geschaffen werden könnten. Um die Attraktivitätssteigerung gehe es schließlich in der Dorferneuerung.

„David McAllister hat uns im April 2012 bereits erste Hoffnungen gemacht“, beklagt sich Goebel. Seit zehn Monaten sei nun die Aufnahme ins Programm spruchreif – „und nichts ist passiert.“

„Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Goebel. Er habe Ideen zur Umgestaltung des Dorfmittelpunktes, zur Steigerung der Familienfreundlichkeit und zur klimagerechten Sanierung von Gebäuden bereits mit Einwohnern des Ortes und auch mehrfach schon mit den Ortsbürgermeistern der übrigen sechs Orte besprochen.

„Es sind ja nicht nur rund 5800 Einwohner der Orte betroffen“, sagt er. Auch die Eichsfelder Handwerksbetriebe und der Handel würden profitieren, wenn der Startschuss endlich falle, glaubt er. „Das wäre ein echtes Konjunkturprogramm für ganz Duderstadt.“

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©Richter