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Sechste Oakstead Shire-Horse-Show auf der Seulinger Warte

Sanfte Riesen Sechste Oakstead Shire-Horse-Show auf der Seulinger Warte

Die größte Pferderasse der Welt konnte bei der sechsten Oakstead Shire-Horse-Show auf der Seulinger Warte bestaunt werden. Veranstalter Christian Rink begrüßte mehr als 1500 Besucher, einige von ihnen reisten sogar aus Österreich, Russland, Estland oder England an.

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Die größte Pferderasse der Welt konnte bei der sechsten Oakstead Shire-Horse-Show auf der Seulinger Warte bestaunt werden.

Quelle: Schneemann

Seulingen. Der Tag beginnt mit der Zuchtschau: Der Moderator steht bereit und kündigt die erste Disziplin an „Zuchtstuten mit Fohlen bei Fuß“.

Inmitten der Showwiese positionieren sich zwei adrett gekleidete Gentlemen mit klassischer Melone – die englischen Preisrichter Philip Woof und Brian Morgan. Dann kommen die erste Pferde. Die Stute Knightinggale´s Josephine und ihr Fohlen In a Blaze of Glory werden von Veranstalter Rink und Züchterin Anja Rappe in die Arena geführt. Ob Schritt oder Trab, die Tiere begeistern und ernten neben Applaus auch die Anerkennung der Jury.

„Wir sind die einzigen privaten Veranstalter einer Shire-Horse-Show in Deutschland“, sagt Rink stolz. Die 1500 Besucher sprächen für sich, die Nachfrage sei groß. Die Anstrengungen die Rink und seine 50 Helfer für die Organisation der Show in Kauf genommen haben, nicht minder.

„Ein drei Viertel Jahr benötigen wir, um alles auf die Beine zu stellen“, sagt der Pferdefreund. Deshalb sei es auch unwahrscheinlich, dass er im nächsten Jahr das Fest ausrichten könne. Es gebe im Privaten zuviel anderes zu tun, es würden aber weitere Shire-Horse-Shows folgen.

Die Faszination die für Rink von der besonderen Pferderasse ausgeht, hat viele Urspünge. „Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland nur noch 50 Shire Horses“, sagt er. Mittlerweile sei der Bestand auf 1500 Tiere angewachsen, damit sei Deutschland nach England die zweitgrößte Heimat der sanften Riesen.

Die größte Pferderasse der Welt konnte bei der sechsten Oakstead Shire-Horse-Show auf der Seulinger Warte bestaunt werden. Veranstalter Christian Rink begrüßte mehr als 1500 Besucher, einige von ihnen reisten sogar aus Österreich, Russland, Estland oder England an. © Schneemann

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Geschichtlich könne die Begeisterung an den Pferden weit zurückverfolgt werden. Die sogenannte Shire Horse Society, kümmert sich seit ihrer Gründung im Jahr 1878, um den Fortbestand und den Schutz der Rasse.

Das Programm das Rink mit seinem Team zusammengestellt hat begeistert. Sabrina Leikam, eine Shire-Züchterin und Besitzerin eines zweijährigen Shire-Hengstes, ist froh, dass sie die Strapazen der Anreise auf sich genommen hat. Sie ist nämlich 580 Kilometer aus dem benachbarten Österreich ins Eichsfeld gefahren und hat dann auch noch eine Nacht im Auto schlafen müssen.

„Ich kann das jedem nur empfehlen“, sagt sie grinsend. Die Organisation sei gut, die Leute nett, was wolle man mehr.

Außerdem habe sie einen besonderen Anlass der Show beizuwohnen: Die Mutter-Stute ihres Hengstes wird in der Zuchtschau vorgestellt. „Ich bin schon ganz gespannt“, freut sie sich.

Neben der Zuchtschau, zu der sich 35 Tiere dem kritischen Blick der Jury stellten, gab es ein Familienprogramm und eine Menge Fachgespräche. Nur die jungen Showbesucher schienen weniger für die Pferde übrig zu haben, die Hüpfburg am Rande der Wiese war ihre Hauptattraktion.

Von Kay Weseloh

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