Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Seeburg und Bernshausen müssen 46 000 Euro für Bombenräumung nicht allein aufbringen

Geteilte Kosten Seeburg und Bernshausen müssen 46 000 Euro für Bombenräumung nicht allein aufbringen

Die Realgemeinden Bernshausen und Seeburg werden die Kosten für die Bergung von Mörsergranaten im Seeburger See nicht allein tragen müssen. Landkreis Göttingen, Gemeinde Seeburg, Samtgemeinde Radolfshausen, Zweckverband und Angelsportverein haben finanzielle Unterstützung zugesagt.

Voriger Artikel
L 569 wird bei Westerode für eine Woche voll gesperrt
Nächster Artikel
Potenzieller Schützennachwuchs testet sein Können bei Ferienaktion in Bilshausen

Notwendig, aber teuer: Kampfmittelspezialisten haben den Seeburger See mit einem Soezialboot sondiert.

Quelle: Richer

Seeburg. Nachdem im Mai Mörsergranaten im Seeburger See entdeckt worden waren, hatten Mitarbeiter einer Fachfirma für Kampfmittelbeseitigung drei Wochen lang im See nach verdächtigen Objekten getaucht und diese geborgen.
Neben den fünf bereits zuvor entdeckten Mörsergranaten wurden unter anderem Handgranaten, Panzerabwehrwaffen und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Dabei handelt es sich sowohl um Munition der deutschen Wehrmacht als auch der alliierten Streitkräfte.

„Alle abgesuchten Bereiche gelten nun als kampfmittelfrei und sicher“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Arne Behre. Zwei weitere kleine Teilbereiche des Sees würden noch weiter sondiert. Diese Untersuchungen sollen – in Abstimmung mit den Realgemeinden Bernshausen und Seeburg als Eigentümer, dem Kampfmittelräumdienst des Landes Niedersachsen sowie dem Landkreis als Unterer Naturschutzbehörde im Frühjahr 2016 erfolgen. Damit sollen die Eingriffe im Naturschutzgebiet möglichst gering gehalten werden. „Gefährdungen gehen von diesen Flächen nicht aus“, sagt Behre.

Für die Untersuchungs- und Bergungsarbeiten sind bisher Kosten von 46 300 Euro entstanden, teilt der Samtgemeindebürgermeister mit. Die Realgemeinden Bernshausen und Seeburg wären als Eigentümer grundsätzlich verpflichtet, diese Kosten zu tragen.

Aufgrund der unerwarteten und enormen finanziellen Belastung für die Eigentümer und wegen der überregionalen Bedeutung des Seeburger Sees als Freizeit-, Sport- Tourismus- und Naturschutzgebiet hätten der Landkreis Göttingen, die Gemeinde Seeburg, die Samtgemeinde Radolfshausen, der Zweckverband Seeburger See und der Angelsportverein Seeburger ihre Bereitschaft für eine Kostenbeteiligung erklärt, so Behre. Die Gemeinde Seeburg und die Samtgemeinde Radolfshausen werden je 5000 Euro übernehmen.

Während eines internen Abstimmungsgesprächs dankten die Vorsitzenden der beiden Realgemeinden, Herbert Schmidt und Arnold Kracht, den Partnern für ihr Entgegenkommen und hoben die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der gesamten Suchphase hervor. Behre betonte nochmals die zielorientierte und konstruktive Herangehensweise aller Beteiligten, die schlussendlich zu dem positiven Ergebnis geführt habe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter