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Seeburger Schule ohne Schüler

Tod auf Raten Seeburger Schule ohne Schüler

Das Thema ist heikel, die Zurückhaltung nach den Grabenkämpfen der Vergangenheit groß. Die Schüler der Verbundschule Seeburg-Seulingen werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich nur noch in Seulingen unterrichtet.

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Was aus dem nach den Ferien leerstehenden Schulgebäude werden soll, ist noch völlig offen.

Quelle: Rudolph

Seeburg. Das vorläufige Aus für den Schulstandort Seeburg war ein Tod auf Raten: Das dritte Jahr in Folge reicht die Zahl der Schulanfänger nicht für zwei erste Klassen aus. Und laut Beschluss des Samtgemeinderates werden die Schulanfänger in Seulingen eingeschult, wenn nur eine erste Klasse gebildet werden kann.

Zurzeit gebe es 22 Anmeldungen, teilt Schulleiterin Stefanie Maur mit. Für eine erste Klasse an beiden Standorten wären mindestens 27 Schulanfänger erforderlich. Die verbleibende vierte Klasse aus Seeburg werde laut Beschluss des Schulvorstands und des Schulelternrates in das Seulinger Schulgebäude umziehen, sagt Maur. Eine isolierte vierte Klasse in Seeburg sei schon aus pädagogischen und organisatorischen Gründen  nicht möglich.

Diese Ansicht teilt auch Samtgemeinde-Bürgermeister Arne Behre (SPD). Einen Schlussstrich unter den Standort Seeburg will der Schulträger aber noch nicht ziehen. Behre verweist auf den Grundsatzbeschluss, keinen Schulstandort aufzugeben, solange die Eltern das wünschen. Die reinen Einzugsgebietszahlen reichten zwar nicht aus, es gebe aber keine Schulbezirke und erst am Einschulungstag Gewissheit. Bis dahin seien noch Anmeldungen möglich. Beim Förderverein für den Grundschulstandort Seeburg ist die Hoffnung auf Fortführung der dualen Verbundschule schon vor Monaten geschwunden. Nur eine Handvoll Elternvertreter kamen zu dem Treffen, in dem die Liquidation des Vereins beschlossen wurde.

„Die Eltern wurden zu lange hingehalten“, moniert Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU), der die Entwicklung ebenso bedauert wie die politische Entscheidung auf Samtgemeindeebene, nur noch in Seulingen einzuschulen – statt wechselseitig, wie von der Verwaltung vorgeschlagen. Das führe dazu, dass die Seeburger Schule früher als nötig geschlossen werde.

Was aus dem nach den Ferien leerstehenden Schulgebäude werden soll, ist noch völlig offen. „Wir wollen die Entwicklung abwarten, bevor wir in Gespräche über eine Nachnutzung einsteigen“, sagt Samtgemeinde-Verwaltungsvertreter Frank Wilde. Die Gemeinde Seeburg habe einen Anspruch auf Rückübertragung, falls das Gebäude nicht mehr schulisch genutzt werde. Dabei seien zwischenzeitliche bauliche Veränderungen zu berücksichtigen.

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©Richter