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Seeburger Sportangler bangt um Fische und Badebetrieb

Wasserabfluss aus dem Seeanger Seeburger Sportangler bangt um Fische und Badebetrieb

Die für das Feuchtgebiet Seeanger vor ihrer Einmündung in den Seeburger See angestaute Aue ist seit vielen Jahren ein Reizthema, das immer wieder hochkocht. Das war auch jetzt der Fall, als sich nach den starken Regenfällen im März und April das Wasser staute und die überfluteten Flächen ausbreiteten.

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Naturidyll und Ärgernis zugleich: der Seeanger.

Quelle: Schauenberg

Seeburg. Sportangler Wolfgang Behrens, der langjähriges Vorstandsmitglied im Angelsportverein Seeburger See gewesen ist, macht für die viel kritisierte Erwärmung und Belastung des Wassers einen grundsätzlichen Widerspruch verantwortlich: „Ein Feuchtbiotop, für das das Wasser lange angestaut werden muss, und Lebewesen des Sees, die kühles klares Wasser brauchen, vertragen sich nicht.“

Das Pegelmanagement des als Naturschutzbehörde zuständigen Landkreises Göttingen für das Regenrückhaltebecken am Seeanger sei augenscheinlich besser geworden, räumt Behrens ein: „Aber gut ist es noch lange nicht.“ Die Wasserqualität der Aue und damit des Sees werde durch das aufgestaute, zu spät abgelassene Wasser immer nur negativ beeinflusst. „Das Wasser erwärmt sich und kann dann weniger Sauerstoff, aber mehr Feinbestandteile aufnehmen“, sagt Behrens: „Es versauert, und die Fische, Krebse und Muscheln im See werden gefährdet.“

Das habe sich zuletzt beim Fischsterben im Juni 2013 gezeigt, als das Wasser nach starken Regenfällen und hohen Temperaturen zu lange in dem Rückhaltebecken belassen worden sei. Behrens ist nicht prinzipiell gegen den Seeanger, fordert aber zumindest ein besseres Pegelmanagement. Das Wasser müsse zeitnah abfließen – unter Beachtung der Belange des Hochwasserschutzes.

Offensichtlich widerspreche das aber der Auffassung des Landkreises. „Was will der Landkreis – ein neues Feuchtbiotop oder den traditionellen Lebensraum des Sees erhalten?“, fragt sich Behrens: „Dass seit mehr als zwei Jahren Untersuchungen des Landkreises laufen, aber keine Ergebnisse veröffentlicht wurden, zeigt, dass diese Frage offenbar bereits zugunsten des Feuchtbiotops entschieden ist.“ Behrens fordert ein Umdenken und befürchtet, dass ansonsten die Auswirkungen auf die Wasserqualität auf Dauer dazu führen könnten, dass der See nicht mehr als Badesee genutzt werden könne.

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