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Sammlerstücke werden Reliquien

Briefe von Mutter Teresa in Duderstadt Sammlerstücke werden Reliquien

Eigentlich hätte es fast schon an ein Wunder gegrenzt, wenn er sie nicht in seinem Fundus gehabt hätte: Der Duderstädter Wolfgang Windhausen besitzt persönliche Segenswünsche, Briefe und Fotos von Mutter Teresa, die Windhausen zufolge nach ihrer Heiligsprechung enorm an Wert gewonnen haben.

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Duderstädter Wolfgang Windhausen besitzt persönliche Segenswünsche, Briefe und Fotos von Mutter Teresa.

Quelle: AIB

Duderstadt. Ob Napoleon, Camus, Brecht, Picasso oder Kennedy - Windhausens Sammlung von Memorabilia, Autographen, Fotos und Dokumenten von Personen der Zeitgeschichte kann sich sehen lassen. Nicht auf einer Auktion erworben hat der 67-jährige Schriftsteller und Menschenrechtler die Erinnerungsstücke von Mutter Teresa, sondern ist durch persönlichen Briefkontakt dazu gekommen. Beeindruckt von ihrem Schaffen hat Windhausen die Ordensschwester Ende der 1970er-Jahre angeschrieben und gefragt, in welcher Form er sie unterstützen könne.

Aus seiner Anfrage sei ein lockerer Briefkontakt entstanden, bei dem es vorrangig um ihre Arbeit in den Slums von Kalkutta ging: „Auch Mutter Teresa ist durchaus an Grenzen gestoßen und war nicht frei von Zweifeln.“ Ihre handschriftlichen Segensgrüße würden nach der „Heiligsprechung im Eiltempo“ jetzt als Reliquien gewertet - die ersten in seiner zeitgeschichtlichen Devotionalien-Sammlung. Die Originale der Segenswünsche und Fotos hat Windhausen, der vor kurzem seine Reihe bibliophiler Künstlerbücher abgeschlossen hat, an Kirchengemeinden ausgeliehen, die Briefe lässt er übersetzen und einscannen.

„God is love and He loves you. Love others as He loves you“, hat der „Engel der Armen“ Windhausen geschrieben. Vorwürfe, die vor 19 Jahren gestorbene Friedensnobelpreisträgerin habe sich nicht um die Ursachen der Armut geschert und die Missionierung sei ihr wichtiger als die Nächstenliebe gewesen, sieht Windhausen skeptisch und freut sich über die Heiligsprechung: „Sie hat es verdient. Ihr Wirken und ihre Humanität haben mich zutiefst beeindruckt. Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir solche Vorbilder.“

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©Richter