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Seit 513 Jahren Schüttenhof in Rhumspringe

Festtage Seit 513 Jahren Schüttenhof in Rhumspringe

Schützenfeste haben in Deutschland eine lange Tradition. So auch in Rhumspringe, wo seit 513 Jahren „Schüttenhof“ gefeiert wird. Markus Steinmetz, Leutnant der Schützenhauptmannschaft, wirft einen Blick auf die Festtage, die in der Rhumegemeinde traditionell über  Pfingsten gefeiert werden. 

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Gehören traditionell zu jedem Schützenfest in Rhumspringe dazu: Zylinder und schwarze Anzüge für verheiratete Männer.

Quelle: EF

Die Ersterwähnung des Schützenfestes in Rhumspringe erfolgte im Jahre 1496 durch einen Kauf von Umzugsbier bei den Duderstädter Brauereien. Kostenfreies Umzugsbier und Verköstigung der Teilnehmer mit belegten Broten beim Umzug haben sich im Rhumeort bis heute erhalten und dürften bei einem Schützenfest auch beispiellos sein. 

Das Schützenfest in Rhumspringe unterscheidet sich von nahezu allen anderen Schützenfesten darin, dass es nicht vom Schützenverein organisiert wird, sondern vom „Volk“, in diesem Fall der Realgemeinde Rhumspringe. Das Schützenfest wird von gewählten Vertretern des Ortes, der sogenannten Schützenhauptmannschaft, im Auftrag der Realgemeinde Rhumspringe organisiert. 

Die Vertreter sind Schützenhauptmann Wolfgang Bigalke, Leutnant Markus Steinmetz, Männerfähnrich Frank Nolte, Gesellenfähnrich Daniel Jacobi und viele  freiwillige Helfer. Sie werden durch den Schützenverein stark unterstützt, der alle Schießsportveranstaltungen leitet und ohne den kein Schützenfest denkbar wäre. In Rhumspringe ist eine Jahrhunderte alte Tradition noch lebendig. Ein ganzes Dorf steht Kopf Das Schützenfest beginnt am Pfingstsonnabend mit einen Kinderumzug und anschließender Kinderbelustigung. Der Höhepunkt ist der traditionelle Festumzug am Pfingstsonntag. Es werden dabei die Schützenhauptmannschaft, Schützenkönige, Realgemeindevorsitzender, Festwirt, Bürgermeister und Pfarrer von Zuhause abgeholt und geehrt. 

Umzug mit zwölf Stationen

An zwölf Stationen werden die Umzugsteilnehmer, rund  400 Personen, jedes Mal von den Geehrten zu belegten Broten und Getränken eingeladen. Den Abschluss des Traditionsumzuges bildet die Kranzniederlegung mit Nationalhymne und Salutschießen am Kriegerdenkmal.

Der Umzug zeichnet sich vor allem durch die festliche Kleidung und die hervorragende Disziplin der Teilnehmer aus. Diese Disziplin hat sich über Generationen bewahrt und macht den Umzug somit einmalig und einzigartig. Alle Umzugsteilnehmer müssen festlich gekleidet sein. Verheiratete Männer tragen nach altem Brauch und alter Tradition einen schwarzen Anzug und Zylinder. Es nehmen am Umzug auch zwei Blaskapellen teil, die alle Teilnehmer mit Marschmusik erfreuen. Am Pfingstmontag werden auf gleicher Weise die neuen Majestäten durch einen Umzug nach Hause geleitet.

An allen drei Pfingsttagen ist die Teilnahme der Umzugsteilnehmer am Königsschießen möglich, und jeden Abend ist ab 20 Uhr Tanz im Schützenhaus.

Beim Königsschießen zählt der „Beste Schuss“, nicht die Ringzahl, was somit jeden Schützen (Rhumspringer Umzugsteilnehmer) mit ein wenig Glück zum Schützenkönig machen kann. Besucher dürfen selbstverständlich auch diszipliniert am Umzug teilnehmen und auch auf Gästescheiben schießen.

Pfingsttage: Schützenfeste in mehreren Orten

Neben dem Schützenfest in Rhumspringe gehen an Pfingsten im Eichsfeld weitere Schützenfeste über die Bühne: In Brochthausen und in Westerode stehen vergnügliche Tage samt Schießwettbewerben und Tanz auf dem Programm. In Gieboldehausen kürt die Schützenbruderschaft St. Sebastian am Pfingstsonntag traditionell ihre Könige .In Brochthausen feiern die Mitglieder des Schützenvereins St. Hubertus mit den Einwohnern des Bergdorfs und Gästen von Sonnabend, 30. Mai, bis Dienstag, 2. Juni, das Schützen- und Volksfest. Zu den Höhepunkten gehört am Pfingstsonntag um 13 Uhr im Gasthaus „Zur Endstation“ die Proklamation der Könige und das Königsessen. Am Abend findet dort der Königsball statt. In Westerode richtet der Schützenverein das Schützenfest aus. Zum Vergnügen über Pfingsten im Schützenhaus gehören am Sonnabend das Vergleichsschießen der örtlichen Vereine und das Königschießen, das auch Pfingstsonntag und Pfingstmontag stattfindet. In Gieboldehausen ermitteln die Mitglieder der  Schützenbruderschaft St. Sebastian ihre Majestäten. Am späten Nachmittag des Pfingstsonntags werden die neuen Könige nach Hause gebracht. In Rhumspringe findet am  Pfingstsonnabend um 13 Uhr ein Festumzug für Kinder statt. Zum Umzug am Sonntag treten die Teilnehmer um 11.30 Uhr an. Die Könige werden Pfingstmontag um 17.30 Uhr proklamiert. Pfingstsonnabend und -sonntag ist Tanz im Schützenhaus.

Von hho

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