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Seit 60 Jahren Ordensschwester in Duderstadt

Lioba Sander Seit 60 Jahren Ordensschwester in Duderstadt

Sie hat Kindergärten geleitet, in Kinderheimen gearbeitet und Vinzentinerinnen-Konvente als Oberin geführt. Schwester Lioba Sander (85) feiert am Sonnabend ihr 60. Ordensjubiläum.

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Schwester Lioba Sander

Quelle: Richter

Duderstadt. Die Feierstunde steht am Sonnabend, 23. April, um 10 Uhr in der Duderstädter St.-Martini-Kapelle, Göttinger Straße 34, an. Dann beginnt ein Gottesdienst, dem sich eine Begegnung anschließen soll.

Frauen in geistlichen Ämtern

Als „großes, unverdientes Geschenk“ betrachtet Schwester Lioba ihre Berufung zur Ordensfrau. Auch heute, da ist sie sich sicher, berufe Gott Frauen für geistliche Ämter. Dass nur wenige diesem Ruf folgten, läge am Wohlstand, vermutet sie.

Wer wolle in freiwilliger Armut leben, wenn er gutes Geld verdienen könne? Als sie selbst 1950 aus Küllstedt im Obereichsfeld in den Westen gegangen sei, sei ihr die Entscheidung deutlich leichter gefallen. Vom Wirtschaftswunder sei damals noch wenig zu spüren gewesen, erinnert sie sich.

„Ordensfrau wollte ich schon am Tag meiner Erstkommunion werden“, erzählt Schwester Lioba. Küllstedt habe viele Vinzentinerinnen hervorgebracht. Sie sei die 14. Küllstedterin im Hildesheimer Orden gewesen. Andere seien zu den Kölner Vinzentinerinnen gegangen.

Das Religiöse nahebringen

„Weil mir die Arbeit mit Kindern Freude machte, habe ich von 1957 bis 1959 in Duderstadt Erzieherin gelernt“, berichtet sie. In Salzgitter-Bad leitete sie später einen Kindergarten mit 140 Kindern. 15 Jahre lang, bis 2003, war sie Leiterin des Kindergartens in Gieboldehausen. Den Kleinen das Religiöse nahezubringen, hätte sie als ihre Aufgabe gesehen, sagt sie.

Auch in Kinderheimen war die Nonne tätig. Als Oberin führte sie verschiedene Konvente. „Mit Geld umgehen und auf Menschen zugehen können, muss man in einem solchen Amt“, sagt sie. Oberin war sie auch in Kassel im Elisabeth-Krankenhaus, wo sie nach ihren Abschied von Gieboldehausen Dienst tat.

Als Ruheständlerin kümmerte sie sich dort um die Kapelle und munterte die Kranken auf. Die Schwester ist ein fröhlicher Mensch. So fiel ihr diese Tätigkeit leicht. Seit 2012 lebt die Eichsfelderin im Konvent in Duderstadt.

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©Richter