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Seit 60 Jahren Vinzentinerin

Duderstädter Schwester feiert Seit 60 Jahren Vinzentinerin

60 Jahre ist es jetzt her, da legte Schwester M. Amabilis (81) ihr Ordensgelübde ab. Das feiert die gebürtige Hilkeröderin am Sonntag, 18. September.

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Schwester M. Amabilis: Die gebürtige Hilkeröderin hat als Kindergartenleiterin gearbeitet.

Quelle: Blank

Damit die Öffentlichkeit davon erfährt, hat die Schwester Oberin M. Cárola Brun das Tageblatt in die gute Stube der Vinzentinerinnen im Krankenhaus und Altenpflegeheim St. Martini in Duderstadt gebeten. Der Raum ist stilvoll mit alten Möbeln eingerichtet. Löwenköpfe schmücken die Stühle. Es gibt einen großen Bauernschrank und eine Standuhr, damit die Schwestern wissen, was die Stunde schlägt. An der Wand hängt ein Madonnen-Bild in einem prachtvollen Rahmen.

Schwester M. Amabilis ist ein wenig aufgeregt. So häufig gibt die alte Dame keine Interviews mehr. Und das die Tageblatt-Fotografin dann auch noch für Blitzlichtgewitter sorgt, macht die Sache nicht einfacher. Die Schwester stammt aus Hilkerode, das einst als „geistliches Mistbeet des Eichsfelds“ bekannt war. Viele Ordensleute und Theologen hat das Dorf hervorgebracht. Der Onkel von Schwester M. Amabilis ging als Steyler Missionsbruder nach China. Eine Tante war im Orden.

Schwester M. Amabilis kam während eines Praktikums im Kindergarten auf den Geschmack. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und leitete später Kindergärten in Gieboldehausen, , Hannover und Sorsum bei Hildesheim. In den Ferien fuhr sie mit Kindern auf Freizeiten. Gerne erinnert sich die 81-Jährige an diese Zeit. „Ich vermisse die Kinder“, sagt sie.

Zuletzt betrauten die Vinzentinerinnen sie mit dem Kirchen- und Sakristeidienst in einem Ort in Thüringen. Seit 2006 lebt Schwester M. Amabilis in Duderstadt. Dort kümmert sie sich um die Blumen. Wenn im Krankenhaus Kinder geboren werden, gratuliert sie den Müttern. Besonders gern bastelt sie Fensterbilder. „Außerdem betet sie viel“, ergänzt die Oberin.
Die Vinzentinerinnen feiern anlässlich des Ordensjubiläums am Sonntag, 18. September, um 10.30 Uhr einen Festgottesdienst. Es schließt sich ein Empfang an.

Von Michael Caspar

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