Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Seit 60 Jahren Vinzentinnerinnen

Gottesdienst zum Jubiläum Seit 60 Jahren Vinzentinnerinnen

60 Jahre ist es her, da traten die beiden heute 83-jährigen Schwestern M. Erwina Mai und M. Alberta Danel dem Orden der Vinzentinerinnen bei. Das feiern die Nonnen am Sonnabend, 6. August, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Krankenhauses St. Martini in Duderstadt.

Voriger Artikel
Schritt für Schritt zu Selbstbewusstsein
Nächster Artikel
Für Seele und Geist

Die Ordensschwestern (v. l.) Erwina (Mai) und Alberta (Danel) feiern ihr 60-jähriges Ordensjubiläum.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Hauptsache, wir sind zusammen. Das ist wichtiger, als all die Dinge, die wir verloren haben!“ Das sagte die Mutter von Schwester Erwina nach der Vertreibung aus Schlesien 1946 oft. Auch der Nonne war das Miteinander mit anderen Menschen, erst mit der Familie, dann mit ihren Schwestern im Kloster, wichtiger als materieller Besitz. So eine Einstellung sei eine wichtige Voraussetzung für das Leben in einem Orden, erklärt sie.

Vinzentinerinnen kannte Schwester Erwina bereits aus ihrer Jugend. Nach drei Jahren Arbeit auf einem Bauernhof trat sie der Kongregation bei. Sie absolvierte im Meinwerk-Institut in Paderborn eine Ausbildung zur Wirtschafterin. Im Anschluss leitete sie 25 Jahre die Küche im Krankenhaus St. Vinzenz in Braunschweig. Dort hat sie die Arbeit am Fließband eingeführt.

Nur ungern geschimpft

Auch im Mutterhaus des Ordens in Hildesheim leitete sie die Küche. „Wie meine Mutter habe ich immer gerne gekocht“, erzählt sie. Und: „Solange es keinen Ärger gab, habe ich als Vorgesetzte immer alle so arbeiten lassen, wie sie es wollten.“ Geschimpft habe sie mit ihren Mitarbeitern nur ungern, erinnert sie sich. Seit 2013 lebt sie in Duderstadt, wo sie 1958 einmal gearbeitet hat.

Als Küchenschwester diente auch Schwester Alberta. Die gebürtige Bremerin fragte bereits als Schülerin beim Priester nach, ob sie Nonne werden solle. „Mein Bruder wurde Priester und später Domkapitular“, verrät sie. Wie Schwester Erwina hat die Nonne in Paderborn Wirtschafterin gelernt. Sie bildete sich zur Fachkraft für Diätetik weiter. In verschiedenen Einrichtungen des Ordens war sie tätig. Seit 1996 lebt sie in Duderstadt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter