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Senioren-Adventsfeier des Ortsrates Duderstadt Marktumfrage: Göttinger zu Olympia-Ablehnung

Kein Olympia-Stadion in Deutschland Marktumfrage: Göttinger zu Olympia-Ablehnung

„Nein“ haben die Hamburger zu einem Olympiastadion in ihrer Hansestadt gesagt. Damit wurde zum zweiten Mal Olympische Spiele in der Bundesrepublik abgelehnt. Wollen die Deutschen etwa generell keine Spiele bei sich? Das Tageblatt hat die Göttinger auf dem Wochenmarkt gefragt, was sie gerne hätten.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Für Deutschland wäre es schön gewesen, mal Olympische Spiele bei sich zu haben“, sagt Annelie Jungmann aus Geismar. Es würde außerdem helfen, die Leichtathletik mehr in die Öffentlichkeit zu ziehen.

Dietmar Korinth aus Bremke findet gut, dass die Spiele nicht in Deutschland ausgetragen werden. „Wir haben hier andere Probleme, um die wir uns zuerst kümmern müssen.“ Deutschland müsse sich dringendum die Flüchtlingssituation kümmern, bevor ein neues Stadion gebaut werde, sagt er. Außerdem gebe es ja auch genügend andere Sportstätten, die für Olympische Spiele geeignet wären. Die Korruptionsfälle im Sport und eine mögliche Olympia-Tourismus-Welle sehe er als weitere Probleme.

Bettina Dietrich aus Rosdorf sieht es ähnlich: „Es ist die richtige Entscheidung gewesen das Stadion abzulehnen.“ Das Geld könne sinnvoller eingesetzt werden, wie zum Beispiel für Flüchtlinge oder Kinder. Deutschland würde bereits viel Geld an andere Länder wie etwa Griechenland geben. „Wozu dann ein Stadion, das nachher kaum genutzt werde“, fragt Dietrich.

Auch Franziska Strube aus Göttingen findet es gut, dass die Hamburger Nein gesagt haben. Das Geld könne woanders besser eingesetzt werden: „Für Flüchtlingswohnheime oder andere soziale Einrichtungen.“

Nienke Müller aus Weende meint, dass Olympische Spiele durchaus in der Bundesrepublik ausgerichtet werden sollten. „Die Flüchtlingskrise und der Bau eines Stadions machen nur einen geringen Teil des Gesamthaushaltes des Bundes aus“, sagt sie. Leider seien nur viele nicht darüber umfassend informiert, erklärt sie weiter.

Von Björn Lorenz

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