Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 0 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Senioren in der Erinnerungsspur ihres Lebens

Lorenz-Werthmann-Haus Senioren in der Erinnerungsspur ihres Lebens

Zu einer Zeitreise in die Geschichte Duderstadts sind am Donnerstag rund 40 Besucher des Offenen Seniorentreffs im Lorenz-Werthmann-Haus gestartet. Petra Böning vom Team der Stadtbibliothek und Stadtführerin Hilde Forthmann vermittelten Wissenswertes und Amüsantes aus der Historie.

Voriger Artikel
Putz für letzte Andacht
Nächster Artikel
Sachbeschädigung in Duderstadt

Seniorentreff mit Petra Böning von der Stadtbücherei Duderstadt.

Quelle: Artmann

Duderstadt. Bei ihrem rhetorischen Streifzug von den Anfängen der Stadt über die mittelalterliche Epoche bis zur heutigen Zeit diente Böning und Forthmann als Inspiration das von Heinz-Joachim Draeger verfasste Buch „Die Torstraße“, das beide seit sieben Jahren dem Alter des Zuhörerkreises entsprechend aufbereiten. Dargestellt wird die Entwicklung einer Straße, die das Duo bei seinen Gastspielen auf die Marktstraße ummünzt.

Oft ausgehend von historischen Denkmälern und anderen Gebäuden an der zentralen Achse tauchten sie in die Geschichte Duderstadts ein. Gespannt lauschte das Publikum, in der Mehrzahl Damen, den Fachfrauen, wie sie Ereignisse aus vielen Jahrhunderten leicht verständlich Revue passieren ließen und sich sprachlich immer wieder eingespielt den Ball zuwarfen. Es blieb nicht beim Zuhören: Einige Teilnehmer brachten sich mit eigenen Beiträgen ein.

Illustrer Reigen in Duderstadt

Das Brauereiwesen sowie verschiedene Großbrände und deren Folgen waren ebenso Aspekte wie das Handels- und Handwerkswesen, das Glockenspiel, Hungersnöte, der Baumeister Andreas, Kriege, das Folterwesen und einiges mehr.

„Duderstadt ist 1088 Jahre alt“, erzählte Forthmann, die unter anderem bauliche Besonderheiten thematisierte, auf 600 gut erhaltene Fachwerke verwies, die Stadtmauer, den Wall und die Stadttore zur Sprache brachte. „Das Westertor ist das offizielle Wahrzeichen von Duderstadt, nicht der Anreischke“, betonte Forthmann, die auch an Prominente erinnerte, die das Mittelzentrum des Eichsfeldes besuchten. Der Reigen der Persönlichkeiten reichte von Mainzer Bischöfen über Braunschweiger Herzöge bis zum früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Der Beitrag von Forthmann und Böning sei eine Möglichkeit, „in die Erinnerungsspur des Lebens zurückzukehren“, beschrieb Lydia Ballhausen, Leiterin des Lorenz-Werthmann-Hauses, ein Ziel der interaktiven Lesung. Die Zuhörer seien alle ein „kleines Geschichtsbuch“. Zum Rahmenprogramm des Offenen Seniorentreffs gehörten zu Beginn das gemeinsame Singen von Frühlingsliedern mit Helmut Bögershausen und zum Abschluss Gymnastik mit Edith Grube.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter