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Seulinger Gemeinderat lehnt Naturschutz im Ortskern ab

„Die Messe ist noch nicht gelesen“ Seulinger Gemeinderat lehnt Naturschutz im Ortskern ab

Die Gemeinde Seulingen lehnt ein Naturschutzgebiet für die Auengebiete an der Suhle grundsätzlich ab und präferiert stattdessen den milderen Schutzstatus Landschaftsschutz. 

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Auch die Suhle in Seulingen soll unter Naturschutz gestellt werden.

Quelle: Schauenberg

Seulingen. Sollte es trotzdem zu einer Erhöhung der Schutzstufe in der Gemarkung Seulingen kommen, ist aus Sicht der Gemeinde „ein fairer finanzieller Ausgleich für die betroffenen Landwirte zu gewähren“. In der Ortslage selbst wird eine Erhöhung der Schutzstufe „generell und bedingungslos“ abgelehnt. Eine entsprechende Stellungnahme an den Landkreis billigte der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig.

Die Grundstückeigentümer seien durch die Auswirkungen der geplanten Verordnung überrascht worden, sagte Bürgermeister Matthias Rink (CDU). Naturschutz greife schon in Eigentümer ein. Ausgleichszahlungen seien angesichts der Haushaltslage der Länder fraglich. Bislang sei der Landkreis in solchen Verfahren aktiv auf Eigentümer zugegangen. Jetzt stehe er unter Zeitdruck und verzichte darauf, beklagte Rink. Er hoffe, dass sich der Landkreis zumindest für den Dorfkern mit einem schwächeren Schutzstatus zufrieden gebe. Die Stellungnahme sei kompatibel mit den Wünschen der Anlieger, erklärte Christoph Kurth (SPD). Im Kreistag sei noch etwas möglich. „Die Messe ist noch nicht gelesen.“ Ein Bürger mahnte, „wir müssen aufpassen, dass wir nicht unter die Räder geraten“.

Rund 415 Hektar zwischen Ebergötzen, Seulingen und Wollbrandshausen, die als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet bereits vor Jahren nach Brüssel gemeldet wurden, sollen nach dem Willen von Land und Landkreis unter Naturschutz gestellt werden. Die Gemeinden haben bis zum 27. März Zeit, Stellungnahmen zum Verordnungsentwurf an den Landkreis abzugeben.

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©Richter