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Sicherheitsbehörden bereiten sich auf Symposium vor

Schutzräume für Kinder Sicherheitsbehörden bereiten sich auf Symposium vor

Dezente Zurückhaltung bei gleichzeitiger Bereitschaft für schnelles Eingreifen, unter diesen Prämissen plant Duderstadts Kommissariatsleiter Otto Monecke den Polizeinsatz während des Symposiums „Begegnungen – Schutzräume für Kinder“.

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„Kinder brauchen gleiche Startchancen“: Daniel Bahr.

Quelle: Surrey

Duderstadt. Zur Diskussionsveranstaltung der Peter-Maffay-Stiftung werden am 4. September eine Reihe hochkarätiger Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Bereich der Religion im Duderstädter Rathaus erwartet.

Bundesminister wie Daniel Bahr und Dirk Niebel (beide FDP) oder die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, seien von den Sicherheitsbehörden als gefährdet eingestuft. Ihr Schutz werde in Absprache von Bundes- und Landeskriminalamt und der Polizei gewährleistet, erläutert Moneke. Während einige der Symposiumsgäste durch eigene Personenschützer bewacht werden, ist die Polizei für die Beobachtung des Rathausumfeldes und die Überwachung im Gebäude zuständig. Zudem stünden Einsatzkräfte für Notfälle bereit.

Gibt es Erkenntnisse auf eine konkrete Gefährdung? Moneke verneint. Duderstadt biete grundsätzlich eine sicheres Umfeld, es gebe keine Hinweise auf eine mögliche Störung der Veranstaltung und auch das Thema des Symposiums spiele eine große Rolle bei der Einschätzung der Gefährdungslage: „Es geht um Schutzräume für Kinder – dagegen kann keiner etwas haben“, sagt der Polizeichef. Dennoch seien Sicherheitskräfte in „ausreichender Zahl“ im Einsatz, sagt Moneke. Die seien zum Teil in Zivilkleidung unterwegs, „wahrscheinlich wird man uns gar nicht bemerken“.

Wird es Behinderungen im Straßenverkehr geben? Auch hier folgt das Nein des Polizeichefs. Die Veranstaltung sei relativ klein, Sperrungen nicht vorgesehen.

Das dritte Symposium dieser Art der Peter-Maffay-Stiftung beginnt am 4. September um 9 Uhr. Es endet um 18 Uhr mit der Verabschiedung durch Maffay und den Initiator der Duderstädter Veranstaltung, Hans Georg Näder.

Im Interview: Daniel Bahr
Kinder stark machen

Warum ist Ihnen das Thema Kinderrechte wichtig?

Kinder sind immer die schutzbedürftigsten Mitglieder einer Gesellschaft. Wir wissen, dass zwar sehr viele, aber leider nicht alle Kinder und Jugendlichen das Glück haben, von klein auf die Geborgenheit, den Rückhalt und die Förderung zu bekommen, die sie für ein gesundes Aufwachsen benötigen. Diese Kinder brauchen aber die gleichen Startchancen. Jeder soll die Chance haben, seinen eigenen Traum verwirklichen zu können. Private Hilfsinitiativen wie die Peter-Maffay Stiftung sind dabei ein wichtiger Baustein.

Beim Symposium werden verschiedene Aspekte angesprochen: Religion, Verantwortung von Politik und Unternehmen, die Wahrnehmung von Kindern und Kinderrechten. Welcher Aspekt ist für Sie persönlich von besonderem Interesse?

Für mich ist wichtig, Kinder stark zu machen, zu unterstützen und zu fördern. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das gelingt nur zusammen. Es ist wichtig, dass durch die Verzahnung staatlicher und privater Hilfsangebote möglichst viele hilfsbedürftige Kinder erreicht werden.

Welche Erwartungen haben Sie an das Symposium, welche Botschaft sollte von Duderstadt ausgehen?

Es ist eine große Aufgabe, Kinder stark zu machen und ihre Familien zu unterstützen. Natürlich liegt die größte Verantwortung bei den Familien selbst, ihren Kindern das Selbstvertrauen und die Geborgenheit zu geben, die sie brauchen. Aber manchmal brauchen sie Unterstützung von außen. Damit jedes Kind seine Möglichkeiten wirklich wahrnehmen kann und kein Kind allein gelassen wird.

Werden Sie erstmals in Duderstadt sein, was verbinden Sie mit der Stadt?

Meine Familie hat vor mehr als 20 Jahren in Duderstadt einem jungen Bekannten aus Russland geholfen, eine passende Beinprothese zu erhalten. Ich habe ihn nachher in Moskau in seiner Familie besucht. So kannte er von Deutschland fast ausschließlich Duderstadt. Aber diese mittelalterliche Stadt mit altem Stadtkern und zahlreichen Fachwerkhäusern ist ja eine wirklich schöne Visitenkarte fürs ganze Land.

Es folgen Interviews mit Bettina Wulff, Wolfgang Niedecken und Hans Dietrich Genscher.

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Symposium „Schutzräume“

Werden Kinder ernst genommen? Wie sehen Kinderrechte in Deutschland und der Welt konkret aus? Welche Rolle spielt Religion in Bezug auf Kinderrechte, und nehmen Prominente und Unternehmen ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung für Kinder wahr? Das sind nur einige der Themen, die am Dienstag, 4. September, beim 3. Symposium der Peter-Maffay-Stiftung im historischen Rathaus in Duderstadt auf der Agenda stehen.

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©Richter