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Sielmann-Stiftung ruft zur Wahl auf

Gartentier des Jahres Sielmann-Stiftung ruft zur Wahl auf

Im Garten lässt sich die Natur aus nächster Nähe erleben. Doch auch wer das Leben auf dem Balkon genießt oder sich beim Spazierengehen an Grünem und Blühendem erfreut, dem sollte bewusst sein: Es gibt im Tierreich viele Helfer, die zu dieser Pracht beitragen. Für manches Tier ist der Garten sogar das geeignete Lebensumfeld. Zum Erhalt dieses Lebensraumes will die Heinz-Sielmann-Stiftung beitragen. Deshalb hat sie zum zweiten Mal die Wahl zum Gartentier des Jahres ausgerufen.

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Tagpfauenauge: Der Kandidat zur Wahl zum Gartentier des Jahres 2011 fällt durch seine Färbung auf. Die dient dem Schmetterling auch als Schutz.

Quelle: Heinz-Sielmann-Stiftung

IAlle Naturfreunde sind aufgefordert, im Internet ihren Favoriten zu wählen.

Sechs Tiere stehen zur Wahl: Buchfink, Eichhörnchen, Hornisse, Regenwurm, Star und Tagpfauenauge. Jedes von ihnen leistet einen Beitrag im Garten oder findet gerade dort seinen Lebensraum. Andere dieser Nützlinge ernähren sich von Schadinsekten und halten sie so auf natürliche Weise im Zaum. Manche helfen den Pflanzen bei der Vermehrung, indem sie die Samen verbreiten.

2010 hatte die Stiftung erstmals zur Wahl aufgerufen: Gartentier des Jahres wurde der Grünfink. Walter Stelte, Vorstand für Naturschutz und Umweltbildung bei der Sielmann-Stiftung, freut es: „Letztes Jahr bedrohte ein Massensterben die Grünfinken in weiten Teilen der Bundesrepublik.“ Ursache hierfür war ein Parasit. „Mit dem Titel ‚Gartentier des Jahres‘ können wir auf solch ein Tier mehr Aufmerksamkeit lenken und dafür sorgen, dass man seinen Bedürfnissen Beachtung schenkt“, unterstreicht Stelte.

Hier die Kandidaten:

Der Buchfink verdankt seinen Namen seiner Vorliebe für Bucheckern und seinem Gesang, der wie „fink fink“ klingt. Charakteristisch ist sein Flugbild mit wellenartigem Verlauf. Das Gefieder des Männchens ist prächtig: Scheitel und Nacken sind graublau, der Rücken ist kastanienbraun, die hintere Rückenpartie – der Bürzel – grün und die Flügelbinden weiß. Die männlichen Vögel bleiben oft allein, zumal sie auch hier überwintern, während die meisten Buchfinken-Weibchen in den Süden ziehen. Buchfinken ernähren sich von Beeren, Samen aller Art, auch Insekten und Spinnen gehören zu ihrer Kost.

Eichhörnchen, auch Eichkätzchen genannt, gehören zu den Nagetieren. Sie sind geschickte Kletterer. Ihr langer, buschiger Schwanz hilft ihnen beim Balancieren und Steuern der Sprünge. Die tagaktiven Tiere halten keinen Winterschlaf, sondern ruhen in ihren kugelförmigen Nestern, den Kobeln. Alle paar Tage werden sie wach und versorgen sich mit Nahrung aus vergrabenen Vorräten. Nüsse, die sie nicht wieder entdecken, können keimen und zu neuen Bäumen heranwachsen. Der Bestand der Europäischen Eichhörnchen wird durch die aus Nordamerika stammenden Grauhörnchen bedroht.

Hornissen stehen in Deutschland unter besonderem Schutz. Sie leben in einjährigen Staaten, die aus mehreren hundert Tieren bestehen. Die nachtaktiven Jäger ernähren ihre Brut mit Obstbaum- und Forstschädlingen. Ein Hornissenvolk kann bis zu 500 Gramm täglich vertilgen. Die Königin kann bis zu 40 Millimeter groß werden. Arbeiterinnen und Drohnen sind etwas kleiner. Ihre Nester bauen sie in natürlichen Baumhöhlen. Da diese selten geworden sind, nutzen sie gern künstliche Hohlräume wie Nist- oder Rollladenkästen. Die häufige Angst vor Hornissen ist unbegründet. Sie sind weniger aggressiv als beispielsweise die kleineren Wespen.

Regenwürmer kommen selten an die Erdoberfläche. Meistens bewegen sie sich mit Hilfe kleiner Borsten und ihrer Ring- und Längsmuskulatur durch das Erdreich. Sie ernähren sich von pflanzlichen Abfällen und Substrat. Unablässig wiederholen die nachtaktiven Würmer diesen Prozess des Organisierens, Fressens und Verdauens und durchqueren dabei die Bodenschichten. Das macht sie so wichtig für die Auflockerung des Bodens, zumal der Verdauungsprozess der Würmer nützliche Mikroorganismen fördert. Regenwürmer sind Zwitter. Sie atmen durch die Haut und haben lediglich einen Tastsinn sowie lichtempfindliche Sinneszellen am Vorder- und Hinterende.

Stare sind eine der weltweit häufigsten Vogelarten. Die kleinen Singvögel sind ausgesprochen talentierte Stimmenimitatoren und können Hühner, Möwen oder sogar das Klingeln von Mobilfunktelefonen nachahmen. Stare leben gerne im offenen Feld, im Bereich von Siedlungen. Sie bewegen sich das ganze Jahr über in großen Gruppen. Stare ernähren sich von Insekten und Früchten, manche sind Allesfresser. Wenn es kälter wird, sieht man oft riesige Schwärme Richtung Süden ziehen. Doch nicht alle verlassen die heimischen Gefilde, ein Teil der Population überwintert hier.

Tagpfauenaugen haben eine auffällige Färbung. Neben aller Pracht bietet sie den Schmetterlingen Schutz: Mit zusammengeklappten Flügeln sehen sie aus wie welke Blätter. Droht Gefahr, entfalten sie ruckartig ihre Flügel. So soll bei Feinden der Eindruck erweckt werden, sie sähen in die Augen eines größeren Tieres. Die langlebigen Schmetterlinge fliegen jährlich in zwei Generationen: von Juni bis August und von August bis Oktober. Sie ernähren sich hauptsächlich von Brennnesseln. Zum Überwintern benötigen sie geschützte, leicht feuchte Räume.

Informationen und die Abstimmung gibt es auf www.gartentierdesjahres.de erhältlich. Dort kann bis zum 30. April auch abgestimmt werden. Unter den Teilnehmern werden Preise verlost.

Von Erik Westermann

Update : Vielen Dank für den Hinweis, der Link ist eingefügt, fh.

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