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Sind 1- und 2-Cent-Münzen überflüssig?

Marktumfrage Sind 1- und 2-Cent-Münzen überflüssig?

In der Herstellung zu teuer, zu sperrig in den Geldbörsen – Die EU erwägt die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen. In einer Studie von my marktforschung.de ist ermittelt worden, dass mehr als die Hälfte der 1000 befragten Personen auf das Klimpergeld verzichten könnten. Das Tageblatt hat Duderstädter Marktbesucher nach ihrer Meinung gefragt:

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. „Von mir aus könnten sie die ganzen roten Münzen abschaffen“, sagt Gabriele Block. Es sei anstrengend so viel Münzen mit sich herumzutragen und deshalb seien sie totaler Humbug. Ihre Tochter Yvonne Block pflichtet ihr bei und geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die könnten auch gleich den ganzen Euro abschaffen und die D-Mark wieder einführen“.

Zudem trage sie selten Bargeld mit sich herum. In Duderstadt werde auch mal etwas geklaut. „Einer Bekannten wurde bereits zweimal die Geldbörse gestohlen“, sagt Block. Dazu zahle sie lieber mit Karte. Das ginge schneller und die Beträge würden automatisch genau beglichen.

„Das fände ich unmöglich“, sagt Sabina Mitschke. Sie finde die Vielfalt an Münzen, auch die anderer Länder, schön, sammele sie sogar. Es müsse nicht immer alles vereinfacht werden. Zudem hörten sich 99-Cent-Beträge für den Kunden eben nicht so schlimm an. „Als ich davon gelesen habe, dachte ich, jetzt spinnen sie völlig“, erklärt Mitschke.

„Wir haben bei unseren Kunden Cent-Beträge immer abgerundet“, sagt Dominik Hesse, der einen Marktstand betreibt. Das sei dann nicht mehr möglich. Langfristig ist es seiner Meinung nach einfacher, berge aber auch Gefahren. Einerseits sei es dann angenehmer Gesamtbeträge im Kopf auszurechnen, andererseits könnte es Probleme mit Gewinnmargen geben. Bei Produkten die nur Cents kosten, bestünden dann im Endverkauf weniger Möglichkeiten Preise zu gestalten. 

kw

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©Richter