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Situationskomik und Wortwitz

Theatergruppe Mingerode unterhält Publikum im Ratskeller Situationskomik und Wortwitz

Aus dem Dorfgemeinschaftshaus Ratskeller ist am Wochenende vorübergehend eine Amtsstube geworden. Auf der Bühne präsentierten die Laienschauspieler der Theatergruppe Mingerode die Komödie „Der Geist im Rathaus“.

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Intensiver Dialog: Beamter Theobald und das Gespenst.

Quelle: Jan Helge Schneemann

Mingerode. „Wir haben aus den Stücken, die zur Wahl standen, das ausgesucht, bei dem die handelnden Personen am besten zu uns passen“, sagte Mitspielerin Jenny Laurisch-Mantel. Dass die Gruppe mit ihrer Wahl richtig lag, haben die positiven Reaktionen des Publikums in den vergangenen drei Tagen gezeigt.

Als sich der Vorhang für den unterhaltsamen Dreiakter von Hans Schimmel das erste Mal öffnet, fühlen sich viele Zuschauer in ihren Vorstellungen vom Alltag in einer Behörde bestätigt. Die beiden Rathausbeamten Theobald Müller (Sebastian Wüstefeld) und Elfriede Schwarz (Julia Otto) führen ein geruhsames Berufsleben, was der deutlich dynamischer auftretenden Bürgermeisterin Sieglinde Haselbusch (Karina Wagner) nicht gefällt. Sie will den Nachbarort eingemeinden, um Oberbürgermeisterin zu werden. Dafür engagiert sie den Unternehmensberater Roland Hein (Christian Barke), dem jedoch eine Supermarktkette eine fette Prämie versprochen hat, um an ein begehrtes Baugrundstück zu kommen.

Dummerweise steht da das denkmalgeschützte Rathaus mit dem Gespenst Nikolaus Nachtigall (Werner Grobecker), das sich Theobald offenbart und deren Zusammenspiel fortan immer wieder für urkomische Begegnungen sorgt. Beide lassen sich einiges einfallen, um das Rathaus vor dem Abbruch zu retten. Das ruft Wahrsagerin Esmeralda (Jenny Laurisch-Mantel) auf den Plan, die genau wie die neugierige Putzfrau Regine (Sandy Goldmann) zum hohen Unterhaltungswert der Inszenierung beiträgt.

Die beiden Streithähne Karla (Gaby Kunze) und Rita (Elke Heddergott) sorgen ebenfalls für Turbulenzen und geraten so in Rage, dass sie sich ihre Handtaschen um die Ohren hauen. Die Bürgermeisterin will schließlich zum großen Karrieresprung im Bundestag in Berlin ansetzen, ihr Nachfolger wird Theobald Müller.

Eine große Portion Situationskomik und Wortwitz tragen zum Gelingen der Aufführung bei. Langanhaltender Beifall belohnt die Mitglieder des Ensembles für ihren bühnensicheren Auftritt und ihr engagiertes Spiel.

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