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Ordensfrau hilft Prostituierten

Solwodi-Projekt Thema beim Klosterfrühstück Ordensfrau hilft Prostituierten

Über die Arbeit von Schwester Lea Ackermann, Gründerin des Solwodi-Projektes im Kampf gegen Zwangsprostitution und Zwangsehe, hat Schwester Paula Fiebag im Ursulinenkloster berichtet. Damit wurde beim Klosterfrühstück ein weiterer Beitrag zum Jahresmotto „Starke Frauen“ geleistet.

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Klosterfrühstück im Ursulinenkloster mit Paula Fieba.

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. Dass die Themen, die Sabina Mitschke als Zuständige für den Gästebereich des Klosters aussucht, auf offene Augen und Ohren stoßen, beweist schon die stetig wachsende Zahl der Teilnehmerinnen des Klosterfrühstücks, die zum Teil sogar aus Northeim angereist waren.

Schwester Lea Ackermann ist einigen durch ihre Bücher und Öffentlichkeitsarbeit bekannt. Was aber hinter ihren Hilfsprojekten steckt, hat die Zuhörerinnen beim Vortrag im Ursulinenkloster doch erstaunt: Eine Vinzentinerin, die sich in Deutschland und Afrika ins Rotlichtmilieu wagte, um dort den misshandelten und unterdrückten Frauen zu helfen, scheint völlig verschiedene Welten zusammenzubringen. Inzwischen agiert das Solwodi-Projekt, das 1985 von Sr. Lea Ackermann in Kenia als Ausstiegshilfe für Mädchen und Frauen aus der Elendsprostitution gegründet wurde, weltweit. Mehr als 1700 Erstkontakte habe es 2015 bei den internationalen Beratungsstellen mit Frauen gegeben, die unter Zwangsehe, Menschenhandel, Prostitution und Gewalt litten, nannte Sr. Paula Zahlen. Seit 1999 gibt es auch die Beratungsstelle in Braunschweig.

„Ich selbst habe in all den Jahren meiner Arbeit bei Solwodi niemals eine Prostituierte kennengelernt, die unabhängig war und freiwillig diese Tätigkeit ausübte“, sagte Sr. Paula, die ebenfalls dem Vinzentinerinnen-Orden angehört. Die Zuhörerinnen fragten, wie die Prostituierten Hilfe suchen könnten, wenn sie ohne Pass, Kleidung oder deutsche Sprachkenntnisse im Bordell bewacht würden. „Die Opfer sind darauf angewiesen, dass die Polizei Razzien durchführt“, bestätigte Sr. Paula.

Zum Thema „Starke Frauen in der KFD“ referiert Hildegard Sanner vom Diözesanverband Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) am Donnerstag, 7. April. Beginn ist um 9 Uhr.

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