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Sommer-Impressionen in der Kanzlei

Ulrich Hollmann stellt Aquarelle von Italienreisen aus Sommer-Impressionen in der Kanzlei

Wer „Impressionen rund um das Mittelmeer“ entdecken möchte, braucht nicht weit zu reisen. Zurzeit sind Werke von Ulrich Hollmann in der Anwaltskanzlei Schulte und Herrmann ausgestellt. Zur Vernissage am Wochenende hat sich fast die gesamte Eichsfelder Kunstszene in der Bahnhofstraße eingefunden.

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Die Ausstellungseröffnung in Duderstadt

Quelle: AIB

Duderstadt. „Wir kennen uns noch aus der Schule“, sagte Bettina Schulte schmunzelnd. Hollmann ist vielen Eichsfeldern als ehemaliger Kunstlehrer am Eichsfeld-Gymnasium bekannt. Seit 1999 arbeitet er freischaffend. Seine Werke zeichnen sich unter anderem durch Vielfältigkeit aus. „Ich probiere immer wieder neue Sachen aus“, bekannte der Künstler und nannte seine Aquarelle mit Motiven von Italienreisen augenzwinkernd „Kunst aus dem vorigen Jahrhundert“.

Die Reisen habe er in den 1990-er Jahren unternommen. Mit Aquarellkasten und Pinseln sei er losgezogen – diese Utensilien eigneten sich besser auf Reisen als Ölfarbkasten und Staffelei. Entstanden sind Ansichten von sonnendurchfluteten Straßenzügen, sandfarbenen Häuserfronten vor türkisen Gewässern – Sehnsucht weckende Impressionen vom „Land, wo die Zitronen blühen“, zitierte Hollmann Goethe.

Das tiefblaue Meer, aufgewühlt, abstrakter und mit kubischen Elementen, nimmt dagegen großformatigen Raum ein. Hollmann lässt sich nicht auf einen Stil festlegen. Als er Ende der 1950-er Jahre Malerei, Grafik und Kunstpädagogik in Karlsruhe studierte, waren Holzschnitte sein Metier. Im Laufe der Jahre probierte er sich in völlig unterschiedlichen Schwerpunkten, Stilrichtungen und Materialien. Als aktuellste Werke präsentiert er „aus diesem Jahrhundert“ feine Zeichnungen, eher Skizzen, in denen er Musiker porträtiert, einzeln oder als Gruppe im Orchester. Vollendet im Werden.

In der Kanzlei sei es nun die vierte Ausstellung, sagte Anwalt David Herrmann in seiner Begrüßung. Der sanierte Altbau zeige fast musealen Charakter, daher solle er auch immer wieder als Ausstellungsraum genutzt werden. Die Kanzlei sei im kommenden Jahr auch an dem Festival „Denkmal!Kunst – Kunst!Denkmal“ beteiligt, ergänzte Schulte. „Diese Räume sind ein Beispiel dafür, was das Festival als Leitgedanken prägt und erreichen will: alte Gebäude mit Kunst neu beleben. Hier gibt es das schon“, erklärte Schulte. Hollmanns Werke sind zu den Öffnungszeiten der Kanzlei zu sehen.

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