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Sommerfest am Schloss Gieboldehausen

Wurftaubenclub feiert Jubiläum Sommerfest am Schloss Gieboldehausen

50 Jahre Wurftaubenclub (WTC) haben die Mitglieder mit vielen Vereinen und Besuchern beim Sommerfest gefeiert – mit vielen Attraktionen: Jagdhund-Vorführung, Falknerschau, Armbrustschießen, toller Musik sowie leckeren Spezialitäten vom Reh-Burger bis zum Wildschweinbraten, und das alles bei strahlendem Sonnenschein. Von den rund 2000 Besuchern, die am Sonntag in den Schlosspark kamen, dürfte kein einziger sein Kommen bereut haben.

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Hans Georg Gerhardy versucht sich an der Armbrust, Josef Johanning erklärt ihm wie es geht.

Quelle: Pintschak

Gieboldehausen. Der WTC und die Jägerschaft sind schon seit Jahren freundschaftlich verbunden, da nahmen die Waidmänner die Einladung, ihre Hunde zu präsentieren, nur zu gern an.

Vom Dackel bis zum Weimaraner waren alle Rassen vertreten, liefen alle Vierbeiner ihre Runde, begleitet von fachmännischen Erläuterungen Lutz Kobrigs (Jägerschaft Osterode) sowie dem begeisterten Applaus der Zuschauer. Großen Applaus bekamen auch Alex und Thomas Andres. Alex ist ein Steinadler mit einer Flügelspannweite von 2,10 Metern, Andres sein Falkner.

Er schlug die Zuhörer mit einem Vortrag über die heimische Greifvogelwelt und die Beizjagd in seinen Bann. Alex kann auf viele hundert Meter Entfernung eine Maus erkennen, und natürlich auch Wildschweinbraten. Aber er hielt sich von Ewald Heises mächtigem Bratspieß fern, schließlich mag er nur rohes Fleisch.

Ins Mittelalter zurückversetzt fühlte sich unterdessen Calvin. Der 11-Jährige versuchte sich am Stand von „Jos vom Eichsfeld“ im Armbrustschießen – er zeigte sich als Meister. Immer wieder traf sein Pfeil ins Goldene, da konnte Papa Christian, dessen Pfeile irgendwo, aber nicht im Ziel landeten, nur neidisch gucken. Während sich die Festbesucher in den Schatten begeben konnten, ließen die Mitglieder des Fanfarenzugs und des Spielmannszugs in voller Montur bei praller Sonne ihre schmissigen Arrangements erklingen.

„Der Mensch ist nur ein Teil der Schöpfung“

An einem schöneren Ort und einem schöneren Tag hätte die diesjährige Hubertusmesse nicht stattfinden können. Auf dem von prächtigen, majestätischen Laubbäumen umgebenen Schlosspark las Pfarrer Matthias Kaminski bei strahlendem Sonnenschein vor rund 500 Gläubigen die Messe, und der Bläserchor der Jägerschaft Duderstadt spielte mit Unterstützung der Worbisser Jagdhornbläser die komplette Hubertus-Liturgie.

Kaminski erinnerte daran, wie Hubertus der Schutzpatron der Jäger wurde: auf der Jagd erblickte der bis dahin Ungläubige einen mächtigen Hirsch mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih – und ward fortan ein gläubiger Christ, der mit großem Eifer das Evangelium zu den Menschen trug.  

Beherrschendes Thema von Kaminskis Predigt war die Schöpfung. Die Menschen sollten keine Angst vor den Katastrophenszenarien der Wissenschaft haben, sondern auf Gott vertrauen: er stünde zu seinem Werk, ließe die von ihm geschaffenen Geschöpfe nicht im Stich. Deshalb sei Umweltschutz auch nur Götzendienst, wenn er nicht im Vertrauen auf Gott und ohne mit ihm zu reden, praktiziert würde. Und wenn der Mensch auch zum Mond fliege und Atome spalte: stets müsse ihm bewusst sein, dass er Gott zwar ähnlich, aber niemals ihm gleich sein könne.

Zum Schluss rief Kaminski zur Bescheidenheit auf: „Es geht uns sehr gut. Andere Menschen hungern oder sind auf der Flucht– und wir regen uns auf, wenn die Suppe ein bisschen versalzen ist.“

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©Richter