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Sommerliche Reste: „Im Einkauf liegt der Segen“

Einzelhandelsgeschäfte Sommerliche Reste: „Im Einkauf liegt der Segen“

Der August neigt sich dem Ende zu und mit ihm verschwindet der in diesem Jahr zu kurz gekommene Sommer. In den Geschäften vertreiben die Herbst- und Winterkollektionen die Badehosen, Bikinis, Bermuda-Shorts und Sommerkleider.

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Wattierte Jacken neben leichten Sommerkleidern: Viele Einzelhändler verkaufen Saisonware mit hohen Abschlägen.

Quelle: Thiele

Eichsfeld. Doch was passiert mit den Kleidungsstücken, die niemand kaufen wollte? Große Ketten haben Outlet-Center, in denen Kunden Auslaufmodelle zu Schnäppchenpreisen ergattern können.

Der Einzelhandel hat - wenn überhaupt – nur kleine Lager. „Im Einkauf liegt der Segen“, meint Ursula Junge (65), Inhaberin des Mode-Centers Junge in Gieboldehausen. Wenn man die Kundenstruktur kenne, blieben nicht viele Stücke über. „Wir haben noch eine Filiale in Niedersachswerfen und tauschen die Waren innerhalb der Filialen“, erklärt Junge. Was dann noch übrig bleibe, werde zu reduzierten Preisen angeboten. „Einige Stücke lagern wir aber auch ein und bieten sie im folgenden Jahr nochmal billiger an“, sagt Junge.

So verfährt auch Jochen Mitschke, Inhaber des Sportgeschäfts Sport+Reise. „Den Großteil unseres Sortiments verkaufen wir zu regulären Preisen.“ Vor dem Saisonübergang reduziere er die Preise der übrig gebliebenen Produkte. „Einige Sachen überleben sich, die kann man nicht in einem Jahr nochmal anbieten, aber eine schwarze Skihose bleibt eine schwarze Skihose“, erklärt der 59-Jährige.

Doris Diedrich aus dem Bekleidungshaus Jünemann in Bilshausen beginnt mit Rabatten und Aktionen zu Beginn der Sommerferien. „Das wird von den Kunden immer gut angenommen.“ Auch sie lagert Ware ein und bietet sie im folgenden Jahr zu deutlich reduzierten Preisen nochmal an. „Was dann noch überbleibt, spende ich. Zum Beispiel an das Rote Kreuz oder die Kolping Sammelaktion“, sagt die 47-Jährige.

Bekleidung könne man nicht ewig mitschleppen. Anja Triebel lagert nichts ein. „Wir verkaufen alles, wenn es sein muss mit sehr hohen Abschlägen“, sagt die Geschäfts-Inhaberin von Silver&more in Duderstadt. „Die Kunden wissen, was wir im letzten Jahr angeboten haben, das brauchen wir nicht nochmal anzupreisen.“

Einen Vorteil gegenüber den großen Ketten sieht Bernd Frölich vom Schuhhaus Frölich. „Die bekommen ihre Produktpalette vorgesetzt, wir können auch spontan entscheiden, Sachen aus dem Lager zu holen und anzubieten.“ Wenn es beispielsweise spät im Jahr nochmal warm werde, könne er spontan Sandalen verkaufen. „Wiederkehrende Produkte und Funktionsware lagern wir nach der jeweiligen Saison ein und holen sie im nächsten Jahr wieder raus. Modisch anfällige Sachen verkaufen wir mit hohem Rabatt zum Ende der Saison“, erklärt er.

Kunden freuen sich über Produkte zu reduzierten Preisen, da sind sich alle Geschäftsinhaber einig. „Kleidung ist wie Frischware, die muss zeitnah raus“, meint die Gieboldehäuserin Ursula Junge.

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©Richter