Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Sonderausstellung Heimatmuseum Duderstadt

Klosterschätze Sonderausstellung Heimatmuseum Duderstadt

Eine kombinierte Sonderausstellung zu den Themen „Der heilige Thomas von Aquin“ und „Das ehemalige Benediktinerkloster Gerode“ zeigt zurzeit das Duderstädter Heimatmuseum.

Voriger Artikel
Verfolgungsfahrt im Eichsfeld
Nächster Artikel
Festival in fünf Fachwerkstädten geplant

Filigrane Arbeit: Die „Zunge des Heiligen Johannes von Nepomuk“.

Quelle: EF

Duderstadt. Hintergründe sind die Forschungen des Ortsheimatpflegers Christoph Schmidt, der im Heimatmuseum einen kleinen Schatz gefunden hat.

Die „Zunge des Heiligen Johannes von Nepomuk“ ist eine äußerst filigrane Klosterarbeit der Benediktiner aus der Zeit um 1750, verziert mit aufgesetzten Blumen und Perlen. Diese schlummerte, teils defekt und instabil, im Duderstädter Museum und konnte wegen ihres schlechten Zustands nicht verliehen werden. Schmidt hätte die Reliquie gern in einer Ausstellung aus Anlass des 890-jährigen Bestehen des Klosters präsentiert. Also unterstützte er selbst finanziell eine fachgerechte Restaurierung.

Kloster Gerode gilt als ältestes Kloster des Eichsfeldes, das im Mittelalter über Markt- und Münzrecht verfügte, von Abgaben und Diensten befreit war und eigenständig seinen Abt wählen konnte. Dennoch blieb es, wie viele Klöster, von Fehden, Plünderungen, Misswirtschaft und Kriegen nicht verschont.

1525 im Bauernkrieg erstmalig in Schutt und Asche gelegt, 1622 ein weiteres Mal zerstört, 1803 aufgelöst und von diesem Zeitpunkt in unterschiedlicher Weise genutzt, lässt sich die Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters in vier zeitliche Abschnitte gliedern. Diese vier Säulen führen den Besucher durch die von der Kunsthistorikerin Sandra Kästner konzipierte und erarbeitete Ausstellung. Die Kuratorin gibt einen komprimierten geschichtlichen Überblick und stellt dabei besonders die Beziehungen des Klosters zu Duderstadt heraus.

Für die Präsentation konnten historisch bedeutende Exponate gewonnen werden. Die Lehnurkunden mit Kloster- und Abtsiegel aus den Jahren 1348 und 1365 sind die ältesten Objekte. Sie bezeugen die wirtschaftlichen Verbindungen zu Duderstadt (Leihgaben Stadtarchiv Duderstadt). Die reich verzierte Bursa, eine Textilarbeit aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, zeigt die Auferweckung Christi (Leihgabe des Eichsfelder Heimatmuseums Heiligenstadt).

Ein weiteres Stück dieser Art, wohl aus dem frühen 18. Jahrhundert, stellt Maria mit dem Kind vor einem aufwendig gearbeiteten Blütenkranz dar. Verschiedene Leihgaben aus Eichsfelder Kirchen und Museen komplettieren die kombinierte Sonderausstellung. Diese kann noch bis Sonntag, 13. März, im Heimatmuseum Duderstadt, Bei der Oberkirche 3, freitags bis sonntags von 11.00 - 16.00 Uhr, besichtigt werden. ny

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter