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Sonderausstellung in der Wilhelm-Busch-Mühle Ebergötzen

150 Jahre Max und Moritz Sonderausstellung in der Wilhelm-Busch-Mühle Ebergötzen

Ein vielfältiges Konzept steht hinter der Sonderausstellung „In aller Munde“ in der Wilhelm-Busch-Mühle. Thema sind die Streiche von Max und Moritz, deren Erstveröffentlichung in diesem Jahr das 150. Jubiläum feiert.

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Quelle: Richter

Ebergötzen. Studenten der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) haben sich der „Bubengeschichte in sieben Streichen“ gewidmet“. Ihr Dozent Wolfgang Rosenthal, gebürtiger Duderstädter, hatte ihnen die Aufgabe gestellt, die Streiche typografisch zu bearbeiten. Max und Moritz  ohne Bilder? Das Busch-Original lebt gerade von der Mischung aus Zeichnungen und humoristischen Reimen.

„Diese Aufgabe erfordert eine Auseinandersetzung mit dem Medium Schrift, die einen eigenen Rhythmus, eine bestimmte Textlänge oder Sprünge hat“, erklärte Rosenthal bei der Vernissage im Ausstellungsraum an der Wilhelm-Busch-Mühle. Max und Moritz seien in aller Munde und in aller Herzen, somit habe die Geschichte heute noch ihre eigene Kraft, sagte Rosenthal.

Der Betrachter der insgesamt 16 Leporellos werde inspiriert, einen neuen Zugang zu den altvertrauten Reimen zu finden. So ist beispielsweise die Szene beim Bäcker („In dem Ofen glüht es noch – Ruff! – damit ins Ofenloch!“) auf scheinbar rußigen, fetten Lettern gedruckt. Das Kikeriki des Hahns bei Witwe Bolte wird in roten Buchstaben so angeordnet, dass es beinahe zu hören ist. Die Wahrnehmung des Reims wird visuell und sinnlich.

Ein weiteres Element der Ausstellung ist eine Videoinstallation, die Menschen beim Vorlesen der Lausbubenstreiche in verschiedenen Sprachen zeigt. „Bisher gibt es 16 Lesungen, die Besucher und Freunde in ihrer Muttersprache vortragen. Wir wollen die Lesungen auf immer mehr Sprachen erweitern“, erklärt Marianne Tillmann, Geschäftsfüherin des Förderkreises der Wilhelm-Busch-Mühle. Außerdem sind zahlreiche internationale Ausgaben von Max und Moritz anzusehen. Die Sonderausstellung „In aller Munde“ mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Mühle zu besuchen.

Von Claudia Nachtwey

► Weitere Infos zu 150 Jahre Max und Moritz im Netz unter 150-jahre-max-und-moritz.de

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