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Sorgen durch die rosarote Brille

Kontura06 Sorgen durch die rosarote Brille

Die „Kontura06“ beginnt am Freitag an verschiedenen Orten rund um das Duderstädter Heimatmuseum mit zahlreichen, von Kindern und Jugendlichen erstellten Werken. Zwei Monate lang werden die Exponate zum Thema „Hoffnung“ zu sehen sein.

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Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Elton John, britischer Musiker und bekannt für seine grell-farbenfrohen Outfits würde sich hier wohlfühlen: Mit einer Auswahl bunt bemalter und beklebter „rosaroter Brillen“ beginnt der Ausstellungsbereich der „Kontura06“ im Heimatmuseum. Christiane Mosler und das Team des Kunstvereins selektieren jedoch nicht. „Die werden alle ausgestellt“, so Mosler. In ihre kleinen Werke hätten die Kinder und Jugendlichen in den vergangenen Monaten viel Herzblut gesteckt. Ganz gleich welcher Schwierigkeitsgrad - das Engagement müsse gewürdigt werden.

Wichtig sei den Kontura-Mitgliedern ein vielfältiger Materialmix gewesen. So hängen Traumfänger neben Zeichnungen, Collagen neben T-Shirts, kleine Gemälde und Sorgenpüppchen neben Überraschungseiern; Paradiesvögel warten im Garten. „Wohl mehr als 300 Schülerexponate, rechnet Mosler vor, ließen sich im Museum, Museumsgarten und im Stadtpark betrachten. Die jungen Künstler schufen ihre Werke im Kinder- und Jugendbüro der Stadt Duderstadt (Jufi) oder in mitmachenden Schulen, manche sogar mehrere.

Kunst habe eine therapeutische Wirkung auf die Kinder: In sich gekehrte drückten sich aus, wilde konzentrierten sich plötzlich. Sorgenpüppchen hängen auf Flößen von der Decke. Normal, erklärt Mosler diese südamerikanische Tradition, bastelten sich Kinder kleine Püppchen und vertrauten ihnen ihre Sorgen an. Auch junge Flüchtlinge schufen gemeinsam mit anderen Hoffnungs-Bilder. Bemerkenswert findet Mosler, dass gerade junge männliche Araber sich am Weben versuchten.

Die Ausstellung wird am Freitag, 10. Juni, mit einer Vernissage um 17 Uhr eröffnet, bis Ende Juli können die Kunstwerke der Schüler betrachtet werden.

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©Richter