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Soziale Arbeit als Prävention

Janusz-Korczak-Schule Soziale Arbeit als Prävention

Seit zwei Monaten ist Regina Dehmel im Dienst an der Janusz-Korczak-Schule. Sie ergänzt mit 30 Wochenstunden den sozialpädagogischen Bereich an der Grundschule. Ihre Arbeit entlastet nicht nur die Lehrer, sondern soll vor allem die Sozialkompetenzen der Kinder fördern und Netzwerke festigen.

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Sozialpädagogin Regina Dehmel.

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. „Meine Arbeit besteht darin, Ansprechpartner für die Kinder, Eltern und Lehrer zu sein. Oft werde ich auch in Absprache mit den Lehrern dazu geholt, wenn es ein Problem im Unterricht oder in den Pausen gibt“, beschreibt Dehmel einen Teil ihrer Arbeit. Dazu kommt die Vernetzung mit weiteren Einrichtungen, die für Betreuung von Familien zuständig sein können wie die Caritas oder das Jugendamt. Dehmel unterscheidet zwischen Einzelfallhilfe, wo sie Kontakt zu einem Kind, dessen Eltern und Lehrern hat, und Gruppenarbeit, bei der zum Beispiel das Klassenklima verbessert werden könne und schließlich das lernen erleichtert würde.

Die Stelle für ihre soziale Arbeit wird vom Landkreis finanziert, die Kommune übernehme dabei die Sachkosten, sagt Horst Bonitz von der Stadt Duderstadt, Leiter im Fachbereich Bildung und Kultur. „Der Anstoß kam vom Landkreis, im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eine Begleitung in den Grundschulen anzubieten“, sagt Bonitz.

Dabei ginge es vor allem um Prävention, betont Manfred Görth, Schuleiter der Janusz-Korczak-Schule. „Wenn wir möglichst früh eine stabile Basis in den Sozialkompetenzen aller Schüler schaffen, bringen wir später auch mehr junge Leute zu einem Schulabschluss und in den Beruf“, erklärt Görth. Langfristig könnten so spätere Kosten bei Sozialhilfe oder weitere Maßnahmen für junge Leute gespart werden, die aufgrund einer fehlenden Sozialkompetenz und damit verbundenen schlechten schulischen Basis nicht in den Beruf gebracht werden könnten. Die Stelle von Regina Dehmel ist auf zwei Jahre befristet.

Die ausgebildete Sozialpädagogin ist zu zwei Drittel an der Janusz-Korczak-Schule beschäftigt, wo von insgesamt 136 Schülern 43 ausländische Kinder, 16 Inklusionskinder und 16 Flüchtkingskinder vertreten sind. Zu einem Drittel leistet Dehmel Sozialarbeit an der Grundschule Mingerode, die den zweithöchsten Bedarf an zusätzlicher Förderung bei den Kindern vorweise, erklärt Bonitz.

Görth betont, dass durch die Arbeit der Sozialarbeiterin die Lehrer sich zunehmend wieder auf ihr „Kerngeschäft“, nämlich den Unterricht, konzentrieren könnten und lobt den positiven Effekt dieser zusätzlichen Stelle an der Grundschule.

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