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Sperrmüll: Landkreis Göttingen muss zusätzliche Sammelfahrzeuge einsetzen

Die letzte Tour nach Abfallkalender Sperrmüll: Landkreis Göttingen muss zusätzliche Sammelfahrzeuge einsetzen

Matratzen, Sofas, eine alte Riesen-Vase und sonstiger Abfall – am Dienstag lagen auch in der Duderstädter Fußgängerzone an jeder Ecke große Haufen von Sperrmüll. In dieser Form ist es das letzte Mal.

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Sperrmüllberge in der Duderstädter Innenstadt: zum letzten Mal nach Abfuhrkalendertermin vor der Umstellung auf Abruf.

Quelle: Richter

Duderstadt. Statt regelmäßiger Straßensammlungen dreimal im Jahr wie bislang wird Sperrmüll im Landkreis Göttingen ab 2015 nur noch auf Abruf eingesammelt.

Auf den letzten regulären Touren sind die Sperrmüllberge größer als üblich. Sonnabends schicken die beauftragten Unternehmen sogar Fahrzeuge hinterher, weil nicht alles eingesammelt werden kann. Alles muss offenbar raus, bevor die Umstellung kommt. Damit hatte die Kreisverwaltung bereits im Vorfeld gerechnet. Nach Erfahrungen in anderen Kreisen pendelt sich nach einer Gewöhnungsphase aber alles wieder ein.

Alle Haushalte sollen künftig Abrufkarten bekommen. Wenn Sperrmüll, beispielsweise bei einer Renovierung oder einem Umzug anfällt, kann die Müllabfuhr bestellt werden.  Auf der nächsten passenden Tour soll dann der Sperrmüll gezielt und zeitnah abgeholt werden. Bisher genügte ein Blick in den Abfallkalender, im nächsten Jahr muss eine ausgefüllte Abrufkarte mit Wunschtermin an den Landkreis gesendet werden. 

Der Kreistag hatte die Umstellung des Abfuhrsystems gegen die Stimmen der CDU/FDP-Gruppe im Mai beschlossen. Ein Antrag der CDU, die Sammlung auf Abruf lediglich auf werthaltige Bestandteile wie Altmetall und Elektronikschrott zu beschränken, war mehrheitlich abgelehnt worden.

Es gebe Handlungsbedarf, aber eine komplette Umstellung sei nicht nötig. Die SPD verwies auf 80 Prozent aller Landkreise in Deutschland die bereits auf ein Sammelsystem mit Karte umgestellt haben. Die Verwaltung hatte ihren Vorschlag mit teuren Kontrollen, Verschmutzung und Sperrmüll-Tourismus sowie gefledderte Reste in der Landschaft begründet. Eine Beschränkung, zum Beispiel nur auf Elektrogroßgeräte, sei nicht durchführbar.

Sperrmüllabfuhr

Die Sammlungskosten werden mit dem neuen Abrufsystem laut Verwaltung um 24 Prozent höher sein als bislang.

Nach Stabilisierung der Mengen, etwa im vierten Jahr, sei ein Gebührenmehrbedarf von 180 000 Euro jährlich zu erwarten.

Mit der Haushaltsgebühr – derzeit 32,80 Euro pro Jahr und Haushalt – ist die Sperrmüllabfuhr bereits bezahlt.

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©Richter