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Spiel mit Markierern und Farbkugeln

Paintball Spiel mit Markierern und Farbkugeln

Nach dem Amoklauf von Winnenden will die Große Koalition das Waffenrecht verschärfen. Auch Paintball ist ins Visier der Politiker geraten. Eichsfelder Anhänger des Mannschaftssports sehen keinen Sinn in einem Verbot.

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Wer markiert wird, scheidet aus: Paintball-Spieler in Schutzkleidung stehen sich auf einem Spielfeld in Hannover gegenüber.

Quelle: Surrey

„Paintball ist kein brutaler Sport“, sagt Mario Sommer. Der 31-jährige Vorsitzende des Vereins Lokomotive Eichsfeld hat selbst einige Male Paintball gespielt und hält nichts von einem Verbot. „Es ist ein toller Team-Sport bei dem man sich absprechen muss und nicht wild darauf losballert“, erklärt der Gieboldehäuser. Er fühle sich beim Paintball-Spielen fast in seine Kindheit zurückversetzt. „Das ist wie beim Fangenspielen“, zieht er einen Vergleich und denkt außerdem an Spielspaß mit Wasserpistolen oder winterliche Schneeballschlachten. Der so genannte Markierer, mit dem Farbkugeln (paintballs) verschossen werden, ähnele eher einer Farbpistole für Heimwerker als einer Waffe, so Sommer. 

Beim Fußball mehr Gewalt

Paintball- und Softair-Spieler Sebastian Wieg aus Duderstadt meint: „Wenn man Paintball verbietet, kann doch Boxen oder Fechten ebenso verboten werden.“ Selbst im Fußball gebe es bisweilen mehr Gewalt auf dem Spielfeld, berichtet der ehemalige Kreisliga-Spieler. Er weiß, dass sich die Paintball-Spieler, die mindestens 18 Jahre alt sein müssen, von Gewalt distanzieren. „Kopftreffer sind verboten, und es ist auch keine Tötungssimulation“, so Wieg. Wer mit einem Farbkugel-Treffer markiert sei, müsse das Spielfeld verlassen. Es gehe bei dem Spiel nicht um Jagd oder Verfolgung. Vielmehr würden sich zwei Mannschaften sportlich gegenüber stehen. 

In Duderstadt ist seit November 2008 eine Paintball-Anlage in Betrieb. Sie wird im Gewerbepark Euzenberg, Gebäude 16, vom Paintball Sportverein Göttingen unterhalten. Vorstandsmitglied Daniel Bremer sagt: „Es ist ein Spiel mit strategischen Elementen und Regelwerk, bei dem es nicht primär darum geht, den Gegner zu treffen.“ Bei der Variante „Capture the Flag“ sei es Ziel, die Flagge der gegnerischen Mannschaft in die eigene Spielhälfte zu transportieren. „Bei uns spielen von Bänkern bis hin zu Professoren Menschen aus allen sozialen Schichten und Altersgruppen“, so Bremer.

Von Björn Dinges

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