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Spitzengespräch zu Lehren aus Polizeistatistik

Prävention Spitzengespräch zu Lehren aus Polizeistatistik

Steigende Kriminalitätsrate, hohe Aufklärungsquote, konstante Unfallzahlen – das sind die Kernpunkte der Kriminalitäts- und Verkehrsstatistik der Duderstädter Polizei. Sie ist jährlich Grundlage eines Gesprächs zwischen Polizei und Bürgermeistern. Entwicklungen erkennen und darauf zu reagieren, ist dabei das Ziel.

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Quelle: OT

"Die Kriminalitätszahlen sind mit insgesamt 1945 Delikten leicht gestiegen“, musste Dieter Thriene feststellen. Duderstadts Polizeichef zeigte sich angesichts einer überdurchschnittlichen Aufklärungsquote von 60 Prozent dennoch zufrieden mit der Jahresbilanz 2008.

Auffällig sei ein seit Jahren anhaltender Anstieg bei den sogenannten Rohheitsdelikten wie Körperverletzung, führte Thriene gegenüber den Bürgermeistern der Stadt Duderstadt sowie den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen – Wolfgang Nolte (CDU), Reinhard Grobecker (CDU) und Wolfgang Wucherpfennig (SPD) – aus.  Die Kriminalitäts- und Verkehrsstatistik ist jährlich der Anlass für ein Gespräch zwischen der Polizeispitze und den Verwaltungschefs.

Keine Verrohung

„Trotz der steigenden Tendenz darf man nicht davon ausgehen, dass es allgemein zu einer stärker werdenden Verrohung kommt“, erklärte Hauptkommissar Horst Kanngießer. In die Statistik fließe auch mit ein, dass sich durch die Aufklärungs- und Präventionsarbeit von Polizei und sozialen Einrichtungen das Verhalten der Menschen ändere und mehr Straftaten angezeigt würden, interpretierte Kanngießer. Stagnierend blieben die Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 350 Straftaten, wozu Betrügereien aller Art gehören, ob im Internet oder bei Kreditkartenzahlungen, führte er weiter aus. 

Steigen würde die Eigentumskriminalität und eine deutliche Zunahme sei zudem bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu bemerken, von 42 auf 110 innerhalb eines Jahres. Aber auch hier müsse mit beachtet werden, dass die Polizeikollegen durch Fortbildungen inzwischen besser erkennen würden, ob jemand Drogen genommen habe, erläuterte der Hauptkommissar. Trotz leichter Zunahme der Straftaten gehöre der Bereich des Kommissariats aber noch zu den Regionen mit geringer Kriminalität.

„In der Verkehrsstatistik haben wir mit etwas mehr als 1000 Unfällen eine seit Jahren konstante Zahl“, berichtete Hauptkommissar Hermann Niesen. Allerdings hatte man im vergangenen Jahr vier Tote zu beklagen, in 2007 war es nur einer. Die Unfallstatistik lasse Rückschlüsse zu, um in absehbarer Zeit  ein paar Veränderungen vorzunehmen. Diese umfassten sowohl Sanierung und Aufrauhen von Fahrbahndecken, weitere Warnschilder, Reflektoren an den Leitpfosten als auch einen Kreisel zwischen Nesselröden und Werxhausen.

Erfolg kleiner Änderungen

„Manchmal kann man im Verkehr schon mit Kleinigkeiten viel erreichen“, betont Niesen. So sei es zu keinem Unfall mehr an der Kreuzung Göttinger Straße/Westertorstraße gekommen, seit dort die Ampelanlage bis 22 Uhr in Betrieb sei. Zuvor galt diese Kreuzung als Unfallschwerpunkt.

Solche Anregungen konnten die Bürgermeister aus dem Gespräch mitnehmen. Sie nutzten zudem den Anlass, um  die wichtige und gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Polizei und Verwaltung hervorzuheben.

Von Claudia Nachtwey

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