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Neues Outfit für Pfeilerfiguren

St. Cyriakus Duderstadt Neues Outfit für Pfeilerfiguren

Die Apostel sind ebenso wie Maria und Jesus durch das Kirchenschiff der Duderstädter Basilika St. Cyriakus geschwebt und sanft auf dem Boden gelandet. Nachgeholfen haben die Fachleute der Tischlerei Riepenhausen. Die überlebensgroßen Pfeilerfiguren sollen restauriert werden.

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Gut gesichert und mit Hilfe eines Hubwagens werden die barocken Pfeilerfiguren, hier der Heilige Petrus, zur Restaurierung abtransportiert.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Geplant ist, den Kirchenraum im Zuge der neuen Beleuchtungsinstallation heller zu gestalten, und auch die Kunstschätze in der Kirche besser zur Geltung zu bringen. „Die letzte Renovierung war vor 30 Jahren“, weiß der Tischler Ulrich Hohenstern, der damals auch schon dabei war. Bevor der neue Anstrich an die Wände kommt, mussten die Statuen weichen.

Die Apostel, Maria und Jesus stehen nun dicht gedrängt wie in einem Wartezimmer im Raum am Haupteingang, bis sie fachgerecht gesäubert und restauriert werden. „Eine Statue wiegt zwischen 150 und 200 Kilo“, sagt Tischler Jürgen Heine, der mit seinem Kollegen Gurte an den wuchtigen Holzkörpern befestigt, um diese mit dem spinnbeinigen Hubwagen sanft auf den Boden gleiten zu lassen.

Dass auch kunsthistorisch dabei nichts übersehen wird, behält die Duderstädter Kunsthistorikerin Sandra Kästner im Auge. „Einige alte Rechnungen belegen, dass die Statuen in der Werkstatt von Andreas Georg Kersten im späten 17. Jahrhundert hergestellt wurden“, erzählt Kästner. Im Rücken sind die Figuren hohl wie ein Bootsrumpf. „Vollholz würde bei klimatischen Veränderungen zu schnell reißen, das wussten auch die Barockkünstler“, sagt die Kunsthistorikerin.

Für die nach Pfingsten begonnenen Renovierungsarbeiten sind rund vier Monate veranschlagt. Die Kosten sollen bei 450.000 Euro liegen, teilen Propst Bernd Galluschke und die Kirchengemeinde mit. Das Bistum Hildesheim will das Projekt mit 235.000 Euro fördern. Aus vorigen Renovierungsmaßnahmen sei eine Rücklage von 91.000 Euro vorhanden. Die Deckungslücke von 124.000 Euro soll unter anderem durch Spenden finanziert werden.

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