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St. Martini: Mehr Personal und mehr Leistungen

Duderstädter Krankenhaus weitet Angebot aus St. Martini: Mehr Personal und mehr Leistungen

Mehr Leistungen, mehr Personal und erweiterte Behandlungsangebote plant das Duderstädter Krankenhaus St. Martini. Zusätzliche Ärzte, mehr Pflegepersonal, die Eröffnung eines weiteren Operationssaales und die Einrichtung eines Herzkatheter-Labors kommen in den nächsten Monaten.

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Blühende Zukunft? Mit Leistungsausweitung statt Personalkürzung reagiert die Krankenhausleitung auf steigende Kosten.

Quelle: Pförtner

Ziel der Leistungsausweitung sei, trotz Kostensteigerungen und Unterfinanzierung den Bestand des Krankenhauses in Duderstadt zu sichern, erklärt Geschäftsführer Jürgen Thoridt. Auf Tariferhöhungen mit der Einsparung von Pflegepersonal zu reagieren sei schlicht nicht mehr möglich, eine Grenze sei erreicht, fügt Hausoberin Cárola Brun hinzu. Eine deutliche Verbesserung der medizinischen Versorgung kündigt der ärztliche Direktor von St. Martini, Wolfgang Hahm, an. 

Weitreichendste Neuerung am Krankenhaus wird die Einrichtung eines Herzkatheter-Labors sein. Herzuntersuchungen, die Behandlung von Infarktpatienten und anderes werden so möglich. „Der Bedarf ist da“, sagt Hahm. „Erkrankungen des Herzkreislaufsystems gehören zu den drei Killern in Deutschland“, sie seien zweithäufigste Todesursache. Patienten könne nun im Krankenhaus schneller geholfen werden. Ein belastender und zeitraubender Transport in andere Häuser sei dann nicht mehr nötig.

Das Herzkatheter-Labor werde der Abteilung Innere Medizin angegliedert. Ab 1. September wird der Kardiologe Michael Bömeke als Leitender Arzt hier tätig sein. Bömeke ist Werxhäuser und derzeit in Northeim tätig.

Nachfolge von Morick geregelt

Leistungsfähiger wird auch die Unfallchirurgie am St. Martini-Krankenhaus. Sie bekommt einen zusätzlichen Oberarzt. Robert Janowski (Goslar) kommt zum 1. Juli. Zum gleichen Datum wird Steffen Wiegleb (Halle) in der Unfallchirurgie anfangen. Er tritt die Nachfolge des derzeitgen Chefarztes Hans-Jürgen Morick an, der im September das Haus verlässt.

Thoridt rechnet damit, dass mit der personellen Aufstockung künftig mehr Operationen am St.-Martini-Krankenhaus durchgeführt werden können. Deshalb wird ein dritter Operationssaal eröffnet und entsprechendes Funktionspersonal eingestellt.

Auch im Bereich der Intensivmedizin ist eine Ausweitung geplant. Der Intensivstation mit ihren neun Pflegekräften wird eine Intermediat-Care-Station (IMC) für überwachungsbedürftige Patienten angegliedert. Sechs zusätzliche Pflegekräfte werden hier eingestellt.

Zusätzlicher Oberarzt

Für die Zukunft geplant ist eine zusätzliche Oberarzt-Stelle in der Abteilung Allgemeinchirurgie. Sie hat, ebenso wie die Innere Medizin, bereits ein Plus von 15 Prozent bei den Patientenzahlen zu verzeichnen. Dem soll Rechnung getragen werden.

Die Ausweitung der Leistungen am St.-Martini-Krankenhaus sind eine Flucht nach vorn aus einer seit Jahren andauernden Unterfinanzierung der Krankenhäuser, macht Thoridt deutlich. Das hoch komplexe Finanzierungssystem werde den Anforderungen nicht gerecht, fange die Kosten nicht auf. Hahm verweist auf die Notwendigkeit einer angemessenen Ausstattung mit Gerät und Personal. „Wir brauchen eine Basisversorgung in der Fläche“, so der ärztliche Direktor.

                                                                                                                Von Ulrich Lottmann

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