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St. Martini modernisiert Radiologie

Duderstadt St. Martini modernisiert Radiologie

Den ersten Schritt zur Modernisierung der Radiologie ist das Krankenhaus St. Martini jetzt gegangen: Ein neuer Computertomograph soll Patienten den Weg nach Göttingen ersparen und schnellere, schonendere Untersuchungen ermöglichen.

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Beeindruckendes Innenleben: Schröter schildert Kohlstedde, Merten und Oberin Schwester M. Cárola Brun die Funktionsweise des CT.

Quelle: Richter

Duderstadt. Bereits seit dem vergangenen Montag ist Benjamin Schröter, Service-Techniker der Firma GE Healthcare damit beschäftigt, das alte, nach rund zehn Jahren ausgemusterte Gerät abzubauen und das neue zu installieren. Während der Vorgänger – ähnlich wie beim Autokauf – von der Firma in Zahlung genommen wurde, gilt es, das neue bis zum  Wochenende anzuschließen, zusammenzubauen und zu testen, damit von Montag an Patienten in der Röhre untersucht werden können.

 
Am Mittwoch bot sich zunächst ein ungewöhnliches Bild, da das Innenleben des CT, vollständig sichtbar war: „Das Gerät besteht aus einem stehenden und einem rotierenden Teil“, erklärte Schröter und zeigte auf die Mitte. Mit einem Tisch würden – im geschlossenen Zustand des Gerätes – später Patienten durch die Aussparung geschoben. Der rotierende Teil bewege sich dann mit einer Geschwindigkeit von rund 0,35 Sekunden pro Umdrehung um den Körper des Patienten.

 
Die rasche Rotation sorge für eine wesentlich kürzere Scan-Zeit und reduziere die Strahlenbelastung für Patienten und Mitarbeiter, erklärte Krankenhaus-Geschäftsführer Markus Kohlstedde. „Eine dreidimensionelle Darstellung wird möglich sein“, berichtete er. Statt bisher zwei Zeilen würden nun 16 Zeilen mit 32 Schichten gescannt.

 
Das Bild werde an eine hochspezialisierte Auswertungssoftware weitergeleitet, die beispielsweise das Gefäß- und Skelettsystem sowie einzelne Organe des Brust- und Bauchraumes wie Lunge, Nieren oder Herz räumlich und hochauflösend dargestellen könne.

 
„Der Optima CT520 liefert eine hervorragende Bildqualität und ermöglicht gleichzeitig die geringste mögliche Dosis an Röntgenstrahlung, um auch Risikopatienten wie Kinder, junge Frauen und chronisch kranke Patienten guten Gewissens behandeln zu können“, so Kohlstedde. Bisher seien bestimmte Patienten nach Göttingen überwiesen worden, um die Untersuchung dort vornehmen zu lassen. Nun befinde sich mit dem neuen CT in Duderstadt ein Gerät auf dem Standard der Universitätsmedizin – und ein mit Hilfe der Beratung der Kollegen in Göttingen ausgewähltes. „Für ein Krankenhaus unserer Größe ist das schon ungewöhnlich“, sagte Kohlstedde. Ein weiteres Argument für die rund 500 000 Euro teure Neuanschaffung sei der niedrige Energieverbrauch gewesen. Unterstützung habe das Krankenhaus durch pauschale Fördermittel des Landes Niedersachsen erhalten.

 
Die Neuanschaffung des CT sei nur der Anfang einer grundlegenden Modernisierung der Radiologie, kündigte Ulrich Merten, Leiter des Technischen Dienstes am Krankenhaus an. „Wir werden und deutlich verändern“, betonte Kohlstedde.
Teil der Innovation sei die jetzt zum Einsatz kommende Software für Gefäßdarstellung. „Die 3D-Darstellung ermöglicht eine schnellere und effizientere Planung von Therapien, beispielsweise in der Kardiologie und Gefäßchirurgie“, so Kohlstedde, der die Bedeutung des CT und der Software für die Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung von Patienten herausstellt. Die integrative Zusammenarbeit  mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uni Göttingen im Bereich der Teleradiologie sei dabei ein wichtiger Schritt in Bezug auf eine optimale und sichere Patientenversorgung.„Wir sind glücklich, dass das Projekt CT2016 nun abgeschlossen wird und sich somit auch im Praxisalltag bewähren kann“, so Kohlstedde.

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©Richter