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St. Raphael steuert neuen Hafen an

Tagesstätte feiert 45-jähriges Bestehen St. Raphael steuert neuen Hafen an

Hohen Aufwand betrieben haben die Mitarbeiter der Tagesstätte St. Raphael für die Feier zum 45-jährigen Bestehen. Rund um die Einrichtung mit heilpädagogischem Kindergarten wurde am Sonntag den ganzen Tag Programm geboten.

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Das St Raphael feierte sein 45-jähriges Bestehen.

Quelle: Jan Helge Schneemann

Duderstadt. An den beiden Kreiseln, zwischen denen St. Raphael liegt, war Endstation, auf der Straße eine acht Meter hohe Kletterwand des Alpenvereins und ein Bungee-Trampolin aufgebaut, auf dem Außengelände eine professionelle Show-Bühne und Gartenzelte. „Deutschland spielt, da freut sich auch Marie-Theres Waning-Ernst - spätestens dann ist das Fest vorbei“, sagte Propst Bernd Galluschke mit Blick auf die Einrichtungsleiterin beim Open-Air-Gottesdienst zum Festauftakt: „Wie eine Turniermannschaft ist St. Raphael in 45 Jahren immer stärker geworden.“

Es blieb bei diesem einen Fußball-Vergleich, ansonsten bestimmten maritime Analogien Reden und Programm. Mit dem Inklusiven Campus steuere das Segelschiff St. Raphael einen neuen Hafen an, sagte Galluschke. Durch das Modellvorhaben sollen Räume und Personal mehrerer Einrichtungen in der Innenstadt gebündelt werden. Landrat Bernhard Reuter (SPD) sprach von gemeinsam gesetzten Segeln nach 45 Jahren in einem für viele Kinder sicheren Hafen und sicherte dem Inklusionscampus volle Unterstützung zu. Als Einrichtung, die Respekt lebt, sei St. Raphael Vorbild und Ansporn für die gesamte Gesellschaft.

St. Raphael habe hohe Segelkompetenz bewiesen, meinte Caritas-Direktor Dr. Hans-Jürgen Marcus. Mit dem Inklusiven Campus hätten die Tagesstätte und die Pestalozzischule, die unter Handlungsdruck stünden, stürmische Zeiten vor sich. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) zeigte sich hoffnungsvoll über die Campus-Umsetzung und eine Nachnutzung des jetzigen Gebäudes am vorläufigen Endpunkt der Duderstädter Umgehungsstraße durch einen Gewerbebetrieb. Pestalozzi-Schulleiter Martin Struck blickte auf die Entwicklung im sonderpädagogischen Bereich zurück. Seit 1978 kooperiere die Schule mit der Tagesstätte, 1971 habe es noch keine staatlichen Schulen für geistige Entwicklung gegeben: „Was heute Inklusion heißt, lief damals unter Normalisierung.“

Für Unterhaltung bei dem Fest mit alkoholfreien Cocktails sorgten die Big Band des Eichsfeldgymnasiums und die Band Courassion, Theaterstücke von Kindern und Eltern, Matrosensongs und Piratentänze, Kinderschminken, Rollstuhlparcours, Hüpfburg und mehrere Bastelaktionen. Auch dabei ging es wieder um Segelboote.

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©Richter