Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
St.-Ursula-Schüler in Duderstadt sehen Musical über fairen Handel in der Aula

Mit Punk zu einer besseren Welt St.-Ursula-Schüler in Duderstadt sehen Musical über fairen Handel in der Aula

Für Nia ist es die Eintrittskarte zur Welt der Reichen und Schönen, für Skazz die Rettung aus der Hartz-IV-Einöde: die Punk-Band Global Playerz. Wie für die Mädchen und ihren Mitstreiter Gabe daraus ein Grund wird, über fairen Handel nachzudenken, haben St.-Ursula-Schüler am Mittwoch in der Aula erfahren.

Voriger Artikel
Brutaler Raubüberfall in Osterode
Nächster Artikel
Engere Zusammenabreit: St.-Martini-Krankenhaus, Caritas und Malteser

Wenn aus Punkmusikern Weltverbesserer werden: Die Global Playerz auf der Bühne der St.-Ursula-Schulaula.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Skazz ist Punk. Sie trägt die knallroten Haare zu spitzen Stacheln frisiert, knallgrüne Strumpfhosen und Nietengürtel. Ihr Leben ist ihre Band. Und dennoch ist sie unzufrieden. Alles an ihr schreie, „wir sind eine Hartz-IV-Familie“, glaubt sie.

„Ich habe halt keine Zukunft“, resigniert sie ob des miesen Zeugnisses, des Stadtteils, aus dem sie kommt und der Tatsache, dass ihre Eltern sie Johanna genannt hatten. Gemeinsam mit Nia und Katey hat sie eine Band, die Global Playerz.

Eigentlich hat Nia eine Band, denn vom Proberaum bis hin zu den Instrumenten ist alles sponsored by Daddy, dem Schokoladenfabrikanten. Katey befindet sich in Ghana, auf der Suche nach ihrer Familie, als die Mädchen-Punk-Band zum Recall in einem Song-Contest eingeladen wird. Alles könnte so schön sein. Selbst ein Ersatz für Katey wird in Gabe gefunden.

Doch dann berichtet Katey von dem Slum, in dem ihre Familie in Ghana lebt, vom Raub des Landes, dem Hunger und der Armut. Schuld sei auch ein internationaler Investor – ein Schokoladenfabrikant. Für Nia bricht eine Welt zusammen, als ihr klar wird, dass ihr Vater nur Profit im Kopf hat. Selbst den Contest hatte er versucht, für seine Zwecke zu nutzen: Die Band sollte einen Song über seine Schokolade aus Afrika bringen.

St.-Ursula-Schüler in Duderstadt sehen Musical über fairen Handel in der Aula

Zur Bildergalerie
 

Als Katey beim Versuch, illegal auf eine Plantage zu gelangen, verletzt wird, beschließen die Punker: „Gemeinsam können wir es ändern.“  Sie wollen Katey helfen, Waffeln für Afrika verkaufen, einen Sponsorenlauf mit Sportlehrer Albrecht organisieren, weniger Fleisch essen, mehr mit dem Fahrrad fahren und Unterschriften für eine Fair-Trade-Mensa sammeln. Und sie fahren zum Contest, bringen aber nicht etwa den Afrika-Schoko-Song, sondern „Gemeinsam können wir es ändern.“

Im Anschluss an das Punk-Musical, das die Schule gemeinsam mit dem Göttinger Epiz initiiert hatte, konnten die Schüler Fragen stellen. Unter anderem erfuhren sie, dass sie selbst mit kleinen Veränderungen in ihrer Lebensweise dazu beitagen könnten, das Leben der Menschen in armen Ländern zu verändern. Dazu gehöre unter anderem das Verwenden von Produkten aus fairem Handel, erklärte Schauspielerin und Regisseurin Sonni Maier.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter