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Stadt will Abwassergebühr aufsplitten

Regenwasser kostet extra Stadt will Abwassergebühr aufsplitten

Die Stadt will die Abwassergebühr splitten und neben der Schmutzwassergebühr eine Gebühr für die Beseitigung von Regenwasser erheben. Unter dem Strich soll es für die Bürger nicht teurer werden. Einige mit wenig versiegelten Flächen auf ihrem Grundstück werden voraussichtlich zusammen weniger zahlen, andere mit viel versiegelten Flächen wie Dächern und Pflasterungen werden mehr zahlen müssen.

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Klärwerk Duderstadt: Abwassergebühr soll gesplittet werden.

Quelle: Richter

Duderstadt. Zur Vorbereitung der Gebührentrennung zum 1. Januar 2016 soll eine sogenannte Vorschaltsatzung erlassen werden. Der Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus billigte den Verwaltungsvorschlag bereits einstimmig. Die Entscheidung fällt am 3. Dezember im Stadtrat.

Anfang kommenden Jahres werden Fragebögen an die Haushalte verschickt. Im Stadtgebiet gibt es laut Verwaltung rund 6800 Frischwasserzähler. Basis der Abwassergebühr ist der Wasserbezug. Die Angaben der Grundstückseigentümer über die Größe der vesiegelten Flächen werden von der Verwaltung als Grundlage zur Berechnung der Gebühr für die Niederschlagswasserbeseitigung genutzt.

Am Ende wird eine Gebühr je Quadratmeter versiegelte Fläche erhoben, von der Wasser in die Kanalisation fließt. Bebaute und befestigte Flächen werden geschätzt, wenn der Grundstückseigner den Fragebogen nicht ausfüllt. Die Verwaltung verzichtete darauf, Daten durch eine Befliegung ermitteln zu lassen. Das würde mehr als 100 000 Euro kosten, erklärte der Fachdienstleiter Wirtschaft und Finanzen, Hans-Joachim Straub, im Ausschuss.

„Eine gesplittete Gebühr ist gerechter“, sagte Hans-Georg Schwedhelm, Fraktionschef der Grünen. Der Aufwand für die Datenerhebung falle nur einmal an. Er stellte in Frage, dass für Ökoporenpflaster kein Abschlag wie bei anderen Pflasterarten vorgesehen ist. Nach ein, zwei Jahren sei das Pflaster zugesetzt und Wasser könne nicht mehr durchsickern, sagte Straub.

In der Vorschaltsatzung wird bereits für Beton-, Stein- und Verbundpflaster in Sand oder Kies sowie Flächen mit Platten ohne Fugendichtung ein sogenannter Ablussbeiwert von 0,8 festgesetzt, für wassergebundene Kies- und Splitdecken ein Wert von 0,5 und für Rasenflächen mit Gitter oder Fugensteinen sowie Tennenflächen ein Wert von 0,4. Die Satzung dient dazu, die Eigentümer zur Mitwirkung heranzuziehen. Gereglt wird auch, dass Beauftragte der Stadt Grundstücke betreten dürfen, um Angaben zu prüfen. Eine Splittung der Gebühr ist der Verwaltung zufolge durch die Rechtsprechung notwendig geworden.

Die Kosten für die Abwasserbeseitigung betragen derzeit rund 2, 8 Millionen Euro. Die Kosten bei Straßen und Plätzen werden den Gebührenzahlern nicht in Rechnung gestellt. Von den verbleibenden rund 2,6 Millionen Euro betragen die Kosten für die Regenwasserbeseitigung etwa 300 000 Euro.

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