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Stadtbesucher wünschen mehr Angebotsvielfalt

Passantenbefragung zum Einzelhandel vorgestellt Stadtbesucher wünschen mehr Angebotsvielfalt

Besucher von Innenstadt und Einkaufszentrum Feilenfabrik sind mehrheitlich mit der Erreichbarkeit beider Standorte zufrieden, wünschen aber eine bessere Angebotsvielfalt der Geschäfte.

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Keine Konkurrenz zwischen den Standorten: Laut Umfrage-Auswertung ergänzen sich die Angebote der Feilenfabrik (Foto) und der Innenstadt.

Quelle: Pförtner

Vermisst werden vor allem Bekleidungsangebote für Herren und für Jugendliche. Das ist Fazit einer Passanten-Befragung, die ein Team von Studenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Duderstadt im Rahmen des Masterplan-2020-Projektes durchgeführt hat. Die Ergebnisse, die sich großteils mit der Bestandsaufnahme des Einzelhandel-Workshops decken, hat Astrid Witte vom HAWK-Team jetzt bei einem überwiegend von Einzelhändlern besuchten Informationsabend im Hotel Zum Löwen vorgestellt.

Repräsentativ ist die Stichproben-Befragung von 120 Passanten – 78 Frauen und 42 Männer aller Altersstufen – an vier Tagen in der Innenstadt und der Feilenfabrik nur bedingt, aber dennoch aussagekräftig. Wegen der immer wieder hochkochenden Diskussion über Konflikte zwischen Innenstadt und Feilenfabrik wurde auch letztere als Befragungsraum einbezogen. Dabei habe sich herausgestellt, dass sich die Angebote von Innenstadt und Feilenfabrik ergänzen und nicht in Konkurrenz zueinander stünden, sagt Witte. Offenbar profitiert die Feilenfabrik aber mehr von der Innenstadt als umgekehrt: 27,5 Prozent der Befragten in der Innenstadt wollten noch Geschäfte in der Feilenfabrik, aber nur 11,8 Prozent der Feilenfabrik-Kunden noch die Innenstadt besuchen.

Die Innenstadt haben 60 Prozent mit dem Auto angesteuert, die Feilenfabrik 85 Prozent. Das Erscheinungsbild der Stadt wird von den Kunden positiver wahrgenommen als die Attraktivität des Einzelhandels. 40 Prozent wünschen sich eine Verbesserung der Einkaufsatmosphäre – vor allem mehr Grün, mehr Veranstaltungen und mehr Sitzgelegenheiten. Die Angebotsvielfalt in Duderstadt wird nur von neun Prozent der Befragten als sehr gut bewertet, rund 75 Prozent wünschen eine Veränderung. Eine bessere Erreichbarkeit wollen nur 30 Prozent.

„Nun ist es an den Einzelhändlern, das Ruder in die Hand zu nehmen und durch gemeinsame Aktionen die Herausforderungen an den innerstädtischen Handel anzugehen“, folgert Witte. Der Status Quo der Fußgängerzone sollte erhalten bleiben, aber eine bessere Anbindung des Busverkehrs an die Innenstadt angestrebt werden. Zur Erhöhung der Aufenthaltsdauer sollte das innerstädtische Gastronomie-Angebot verbessert werden.

Eine Perspektive für den Einzelhandel sieht Witte im gemeinsamen Auftreten („Wir, das City-Kaufhaus Duderstadt“) , nennt als Beispiele für eine Verbesserung der Einkaufsatmosphäre eine einheitliche oder themenorientierte Schaufenstergestaltung sowie kundenorientierte Öffnungszeiten und Beratung. Für die weitere Entwicklung regt sie ein professionelles Citymanagement an. Darüber sei beim Informationsabend intensiv diskutiert, diese Möglichkeit überwiegend als Chance gesehen worden, die man ergreifen sollte. „In einem Punkt waren sich die Anwesenden und das Masterplanteam einig“, betont Witte: „Die Entwicklung des Aufgabenfeldes eines Citymanagements muss in enger Absprache zwischen dem Treffpunkt Stadtmarketing, den Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistenden der Innenstadt sowie der Politik und Verwaltung erfolgen.“

Die Umfrageergebnisse samt Auswertung sind im Internet abrufbar. Für Fragen und Anregungen steht Witte unter Telefon 055 1 / 50 32 17 0 zur Verfügung.

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