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Stadtbummel für ein buntes Duderstadt

„Bündnis gegen Rechts“ Stadtbummel für ein buntes Duderstadt

Mit einem „Politischen Stadtbummel“ will sich das Duderstädter „Bündnis gegen Rechts“ am Sonntag für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren. Dabei erwarten die Initiatoren Unterstützung aus Güntersen und durch den Regionsvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

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Quelle: Müller/Archiv

Duderstadt. In den vergangenen Wochen war der Vorplatz des Rathauses der Treffpunkt für die Kundgebungen des „Bündnisses gegen Rechts  – Duderstadt bleibt bunt“ gewesen, in dieser Woche treten um 17 Uhr  Daniel Heide und Peter Hörr im Bürgersaal auf. Um das Konzert nicht zu stören, hat das Bündnis für den Nachmittag ein Programm ausgearbeitet, das von den bisherigen Kundgebungen abweicht.

Wie Jennifer Ahlbrecht, eine der Sprecherin des „Bündnisses gegen Rechts“, berichtet, sei ein Politischer Stadtbummel“ geplant, der um 16.30 Uhr starten soll. Treffpunkt sei der Vorplatz der Basilika St. Cyriakus. Die Teilnehmer wollen dann am Rathaus vorbei bis zur Unterkirche ziehen. Für Sonntag erwarte das Bündnis Unterstützung einer Abordnung aus Güntersen, so Ahlbrecht. Unter anderem werde ein Redner aus dem Ort bei Adelebsen auftreten, „der sich immer wieder sehr erfolgreich gegen rechte Aufmärsche gewehrt hat“. Weiterhin wolle der Regionsvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Lothar Hanisch, über „Demokratie und Toleranz in unserer Gesellschaft“ sprechen. Außerdem, so Ahlbrecht, werde es wieder Musik und Gesang geben und es sollen Buttons verteilt werden.

Bei dem „Politischen Stadtbummel“ handele es sich – wie bei den Bündnisaktivitäten im Allgemeinen, nicht allein um eine Gegenveranstaltung zu den Versammlungen des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“, erklärt Ahlbrecht. „Wir verstehen uns als Bündnis für Toleranz, Demokratie und ein friedliches und buntes Duderstadt, auch unabhängig davon, dass der Freundeskreis sich gegen eben dieses positioniert“, sagt sie.

Das Bündnis, das sich nach den ersten sonntäglichen Kundgebungen des „Freundeskreises“ gegründet hatte, wird unterstützt durch die politischen Parteien in Duderstadt. Der Rat der Stadt hatte sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig mit einere Resolution gegen Rechts positioniert. Zustimmung erhält das Bündnis auch durch beide Kirchengemeinden, Gewerkschaftsvertreter, Vereine wie die Pfadfinder und politisch Interessierte Bürger.

Der „Freundeskreis“ sieht in der Genehmigung des Spaziergangs ein „erschreckend und zugleich trauriges Beispiel für das, was Staat, Politik und Justiz für Gleichberechtigung halten“. Die Gruppierung war mit dem Versuch, ebenfalls einen Spaziergang anzumelden, gescheitert. die Polizei habe sicherheitstechnische Bedenken gehabt, schreibt der „Freundeskreis“ auf seiner Facebookseite.

Er kündigte am Freitag unter dem Titel „miteinander statt gegeneinander“ an, einige Mitglieder würden sich dem Spaziergang anschließen: „Dadurch schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man lernt sich endlich mal persönlich kennen. Man spricht endlich mal mit- anstatt übereinander und vor allem spaziert man endlich mal durch Duderstadt.“

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