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Stadtrat kann Besuch der St.-Elisabeth-Schule nicht steuern

Einzugsbereich Sache des Landes Stadtrat kann Besuch der St.-Elisabeth-Schule nicht steuern

„Wir als Stadtrat haben keine Kompetenz, den Einzugsbereich zu verändern.“ Die Mitteilung des Bürgermeisters Wolfgang Nolte (CDU) an den Stadtrat stand während der jüngsten Sitzung des Gremiums im Raum wie ein Fels in der Brandung. Alle Diskussionen um die Festlegung eines auf die Kernstadt beschränkten Einzugsbereiches für die St.-Elisabeth-Schule auf kommunaler Ebene wurden mit einem Satz hinfällig.

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Bleibt für alle Kinder offen: die St.-Elisabeth-Schule.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Das Thema muss jetzt an das Land Niedersachsen herangetragen werden“, beendete Nolte eine Diskussion, die in den vergangenen Wochen lebhaft geführt wurde mit Verweis auf die Landesschulbehörde und das Kultusministerium. „Grundsätzlich kann die Schule aufnehmen nach Elternwillen und gültiger Rechtsnorm, sogar über regionale Grenzen hinweg.“

Das Thema Erhaltung kleiner Schulen bleibt. Elternwille, Wohl des Kindes, Rechtsrahmen und Entscheidungen auf kommunaler Ebene werden auch weiter diskutiert werden. Und über der Debatte wird weiterhin das Wort „Kombiklassen“ schweben wie ein Damoklesschwert – obwohl deren pädagogischer Wert sehr unterschiedlich aufgefasst wird.

Auch die Paul-Maar-Grundschule in Hilkerode, an der sich die Diskussion entbrannte, wird weiter damit rechnen müssen, dass eines Tages zwei Klassen gemeinsam unterrichtet werden müssen. Für die nahe Zukunft gab Nolte jedoch Entwarnung: „Im kommenden Schuljahr wird es keine Kombiklasse geben“, sagte er.

„Lassen Sie die Schulen in dieser Verantwortung!“

Eine Prognose für das darauf folgende Schuljahr sehe ebenfalls danach aus, als könnten alle Klassen einzeln unterrichtet werden. „Nach Stand heute“, fügte er hinzu. „Sorgen mache ich mir für das Schuljahr 2017/18.“

Die Sorgen teilte auch Matthias Schenke (SPD), für den Kombiklassen „ein Relikt aus den 50er-Jahren“ sind. Er regte an, das Gespräch mit der Schule und der Kirche – es handelt sich um eine katholische Bekenntnisschule – zu suchen. Außerdem schlug er vor, eine Absenkung der sogenannten Teilungsgrenze zu diskutieren.

Sie legt die Höchstzahl von Schülern fest. Wolfgang Hirschfeld (Grüne) brachte zudem eine Idee ins Spiel, über die bereits einmal vor Jahren abgestimmt worden war: das gemeinsame Schulzentrum aus Janusz-Korczak-Schule und St-Elisabeth-Schule – und erntete prompt Gegenwind durch Manfred Görth (CDU), der auch Leiter der öffentlichen Schule ist: „Lassen Sie die Schulen in dieser Verantwortung!“, appellierte er.

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