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Städtebaulicher Denkmalschutz: Duderstädter nutzen Förderprogramm

Gut gerüstet Städtebaulicher Denkmalschutz: Duderstädter nutzen Förderprogramm

Steintorstraße, Marktstraße, Obertorstraße, Westertorstraße. An einer Reihe von Häusern in der Kernstadt von Duderstadt sind zurzeit die Fassaden eingerüstet. Viele Hausbesitzer nutzen das Angebot und sanieren im Rahmen der Städtebauförderung ihr Eigentum.

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Gefache erneuert und frische Farbe für die Fassade: Auch für das Haus Steintorstraße 26-28 mit seinen kunstvollen Schnitzereien ist ein Förderantrag gestellt.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Als „beispielhaft und nachahmenswert“ bezeichnen Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und Jürgen Germerott vom städtischen Bauamt die Entscheidung.

Seit Anfang 2013 greift das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz, das es in der Brehmestadt in den Jahren von 1978 bis 2004 schon einmal gegeben hatte. In einem Zeitraum von zehn Jahren stellen Bund, Land und Kommune jeweils mit einem Drittel beteiligt,  sechs Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Mit bis zu 50 000 Euro insgesamt können einzelne Projekte auf Antrag aus diesem Topf unterstützt werden. In der Regel werden 20 bis 50 Prozent der Gesamtkosten bezuschusst.

Stadt und Sanierungsträger arbeiten zusammen

457 Grundstücke in einem abgesteckten Bereich innerhalb des Stadtwalls kommen für die Städtebauförderung in Frage. Nach Angaben von Bauamtsmitarbeiter Germerott  hat es inzwischen 94 Beratungsgespräche von Interessenten gegeben. Zwölf Verträge mit Antragstellern sind fest abgeschlossen, neun sind noch in der  Antragsphase.

Die Stadt arbeitet mit der Gesellschaft „BauBeCon“ zusammen, die als Sanierungsträger auftritt. „Wir stellen den Kontakt mit den Interessenten her, die BauBeCon macht die Beratung“, erläutert Germerott.

Nicht im direkten Zusammenhang mit der Städtebauförderung steht das Thema Denkmalverzeichnis in Duderstadt. Bürgermeister Nolte und Bauingenieur Germerott werben für das Projekt, in das Experten des Büros Rittmannsberger & Partner aus Erfurt einschaltet sind.

Anwesen bewerten und entscheiden

Für das Land Niedersachsen sind die Mitarbeiter von Haus zu Haus auf 720 Grundstücken in der Innenstadt von Duderstadt unterwegs, um die Anwesen zu bewerten und zu entscheiden, inwieweit es sich um Denkmale handelt.

An 300 Türen haben die Experten inzwischen geklopft. „Wir bitten alle Grundstücksegentümer darum, den Mitarbeitern offen und unvoreingenommen zu begegnen“, sagt Germerott. Bei der Denkmalkartierung handele es sich keineswegs darum, Gebäude lediglich unter der Prämisse des Erhalts zu begutachten, sondern auch umgekehrt.

Inzwischen gebe es Beispiele dafür, dass auch Hinter- und Nebengebäude abgerissen werden dürften, um Platz für neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen zu können, so Germerott.

Bei Anfragen zum Thema Städtebauförderung und Denkmalpflege können sich Interessierte bei der Stadt Duderstadt bei Petra Knöchelmann, Telefon 05527/841138, sowie Petra Koch, 05527/841146, melden.
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