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Städtenetzwerk sucht Rezepte für nachhaltige Stadtentwicklung

Austausch über Erfolgsprojekte Städtenetzwerk sucht Rezepte für nachhaltige Stadtentwicklung

Fachwerkbauten prägen viele deutsche Kulturlandschaften. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte (ADF) präsentiert und diskutiert während der dritten  Fachwerk-Triennale Projekte zur Entwicklung von Fachwerkstätten.

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Erfolgreiche Stadtentwicklungsprojekte: Besucher der Fachwerk-Triennale vor dem Tabalugahaus in der Duderstädter Marktsstraße.

Quelle: Richter

Duderstadt. Die Triennale-Veranstaltung am Montag in Duderstadt stand unter der Überschrift „Bürger für Bürger“.

Rund 50 Besucher, zumeist aus Städten des bundesweiten Netzwerkes, informierten sich im historischen Rathaus über Duderstädter Projekte und Vorhaben. Sie konnten auch die Gebäude mit teilweise neuem Nutzungskonzept besichtigen wie Tabalugahaus, Hotel Zum Löwen und Rathaus.

„Was wir leben und arbeiten, bestimmt auch das Deutschlandbild in der weiten Welt“, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Er verwies auf den Schatz an Fachwerkgebäuden, insbesondere in der Stadt Duderstadt mit 600 Häusern und der komplett erhaltenen Wallanlage.

Über den Weg der Fachwerk-Triennale und dem Fachwerk-Fünfeck mit fünf südniedersächsischen Städten solle das Ziel Weltkulturerbe erreicht werden, warb Nolte für das ehrgeizige Ziel. Vom Land forderte Nolte, den kommunalen Eigenanteil in der Städtebauförderung in Verbindung mit dem Südniedersachsenprogramm von einem Drittel auf 20 Prozent zu senken. Dringlich sei auch ein Anschluss an die Datenautobahn. Er hoffe für dieses Jahr auf ein Gesamtkonzept für den Breitbandausbau für Südniedersachsen, „das uns mit Volldampf auf die Überholspur bringt“.

Bei den 18 Projekten dieser Triennale gehe es darum, Chancen für Wirtschaft und Stadt auszuloten und Ressourcen auszuschöpfen, die unentdeckt geblieben seien, sagte ADF-Präsident Prof. Manfred Gerner.  Städte seien auf das Engagement der Bürger angewiesen.

Duderstädter hätten das früh erkannt und seien mit der Gründung des Förderkreises für Denkmal- und Stadtbildpflege aktiv geworden. Mit Hilfe des Unternehmers Hans Georg Näder und des Förderkreises seien zahlreiche zukunftsweisende Projekte umgesetzt worden. So sei die Stadtmauer in sechs von acht Bauabschnitten bereits saniert, ebenso die Erlebnisstationen Westerturm und Rathaus.

Die Einrichtung des Tabalugahauses mit der Peter-Maffay-Stiftung in der Marktstraße sei ein großer Erfolg. Mit dem Rückzugsort für Kinder sei auch eine neue soziale Komponente geschaffen worden, so Gerner.   

„Viele sind stolz auf ihre Häuser“, stellte der Förderkreis-Vorsitzende Hermann Tallau als wichtigen Faktor heraus, ebenso langfristige Öffentlichkeitsarbeit und Gesprächsbereitschaft der Behörden. Näder habe bereits viel gemacht und habe noch viel vor, sagte Ottobock-Architekt Bernhard Kleinhenz. Er versuche, seine Projekte nicht für sich zu nutzen, sondern zu öffnen.

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©Richter