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Städtische Kindergärten in Duderstadt streiken weiter

Ratsmitglieder von SPD und Grünen bekunden Solidarität Städtische Kindergärten in Duderstadt streiken weiter

In Duderstadt werden nach wie vor alle drei städtischen Kindergärten bestreikt. Auch Mitarbeiter im Jugend- und Sozialbereich von Stadt und Landkreis in Duderstadt beteiligen sich in der mittlerweile dritten Streikwoche am Arbeitskampf um höhere Eingruppierungen.

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Streikfrühstück im städtischen Jugend- und Freizeitheim mit den Ratsherren Hans Georg Schwedhelm und Matthias Schenke.

Quelle: Richter

Duderstadt. Am Mittwoch bekamen die Streikenden Unterstützung von den Duderstädter Ratsmitgliedern Matthias Schenke (SPD) und Hans Georg Schwedhelm (Grüne). Die Grünen unterstützten den Streik, versicherte Schwedhelm den rund 15 Erziehern und Sozialarbeitern beim Streikfrühstück im derzeit geschlossenen Jugend- und Freizeitheim am Schützenring.

Die ersten Frauen, die in Duderstadt streikten seien Zigarrenarbeiterinnen um 1900 gewesen. „Ihr seid die zweite Gruppe.“ Es sei ein komplizierter Streik, er wünsche Erfolg, sagte Schwedhelm. Am Ende müsse natürlich jemand bezahlen, aber wenn die Forderungen jetzt nicht durchgesetzt würden, „dann werden sie nie durchgesetzt“. Geld im Kindergartenbereich spare spätere Geldausgaben. Ein Heimplatz für ein Kind koste eine halbe Million Euro im Jahr, so Schwedhelm.

„Politisch unterstützen wir den Streik“, sagte Schenke für die SPD. Es sei völlig gerechtfertigt andere Eingruppierungen zu verlangen. Anforderungen und Qualifikationsprofil habe sich in den Einrichtungen geändert. Ärgerlich sei, dass in kirchlichen Einrichtungen nicht gestreikt werden dürfe. Das gehöre geändert, so Schenke. Er sei schon froh, dass in Duderstadt wenigstens ab dem vierten Streiktag Elternbeiträge erstattet würden.

Unmut gibt es über einen Brief von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) an Eltern. Dort wird auf die dankenswerter Weise eingerichtete Notbetreuung hingewiesen. Nolte verweist auch auf die Sicht der kommunalen Arbeitgeberverbandes, dass die 2009 vereinbarte neue Gehaltstabelle zu Gehaltssteigerungen von 33 Prozent bis heute im Sozial- und Erziehungsdienst geführt hätten.

Eine Lösung könne nur durch einen Kompromiss erzielt werden. Die Streikenden seien entschlossener als zu Beginn, sagte Verdi-Streikführer Günter Lutterberg.  „Falls Verdi einen für uns unhaltbaren Kompromiss eingeht, dann haben wir ein Problem.“

Auch nach zähen Tarif-Verhandlungen ist ein Ende der Kita-Streiks noch nicht sicher. Zwar bewegten sich die kommunalen Arbeitgeber und die Gewerkschaften aufeinander zu, sagte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, DPA zufolge am Mittwoch in Berlin. Aber ob ein Ergebnis gelinge, stehe noch nicht fest. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Thomas Böhle, sagte hingegen, er gehe davon aus, dass noch am Mittwoch ein Ergebnis erzielt werden könne.

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