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Standortlösung in zwei Jahren

Schulschließung vorerst kein Thema Standortlösung in zwei Jahren

Der Antrag der Verbundschule Seeburg-Seulingen, bis zum Frühjahr 2012 zu entscheiden, ob einer und gegebenenfalls welcher ihrer Standorte geschlossen wird, ist vom Tisch. Der Schulausschuss der Samtgemeinde Radolfshausen entschied stattdessen, innerhalb von zwei Jahren eine langfristige Standortlösung unter Einbeziehung aller Schulen der Samtgemeinde (neben der Verbundschule Seeburg-Seulingen die Grundschulen Ebergötzen und Waake) zu entwickeln.

Ebergötzen . Dem Beschluss, der mit sieben Ja- und einer Nein-Stimme bei einer Enthaltung gefasst wurde, ging eine sachliche Diskussion voraus. Für die Verwaltung erklärte Erwin Große, die Verbundschule habe mit ihrem Antrag den gemeinsamen Weg bei der Schulentwicklungsplanung verlassen. Er forderte die Schule auf, selbst einen Vorschlag zur Frage der Standortschließung zu machen. Auf dieser Grundlage könne eine Elternbefragung durchgeführt werden, die Grundlage für Beschlüsse des Rates werden könne.

Dem widersprach Marion Freckmann (CDU). Eine Elternbefragung liefe auf die Schließung eines Standorts hinaus: „Und es ist ein offenes Geheimnis, welcher Standort das sein wird.“ Dagegen argumentierte Elternratsvorsitzende Kristin Varrelmann. Den Eltern gehe es nicht um den Ort der Einschulung, sondern um die Frage, in welches Schulmodell eingeschult werde. Das überzeugte die Seeburger nicht, die als Zuhörer dabei waren. Ausschussvorsitzende Ulrike Schoofs-Aue (Grüne) unterbrach die Sitzung für ihre Fragen. Unter anderem ergriff Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU) das Wort: „Man möchte in zwei Sitzungen einen ganzen Schulstandort auflösen.“ Das gebe böses Blut, weil der Eindruck bestehe, „da ziehen das drei, vier Leute durch“.

Schließlich fasste Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD) die Diskussion zusammen. Er glaube, die Mehrheit der Eltern wolle die Einschulung in Seulingen in 2013 und 2014 – „bei Fortbestand der Grundschule Seeburg“, wie er auf Nachfrage hinzufügte. Gleichzeitig gebe es die Forderung an Rat und Verwaltung, eine Lösung für die gesamte Samtgemeinde zu finden. Auf dieser Grundlage formulierte Wucherpfennig den später verabschiedeten Beschlussvorschlag. Der enthält neben dem Auftrag, eine langfristige Schulstandortlösung zu entwickeln, eine weitere Festlegung: Die Erstklässler der Verbundschule Seeburg-Seulingen werden in 2013 und 2014 in Seulingen eingeschult.

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