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Sternsinger-Aktion in Duderstadt

Ein Segen für andere Kinder Sternsinger-Aktion in Duderstadt

Mehr als 25 000 Euro hat die Sternsinger-Aktion in Duderstadt in diesem Jahr zusammengebracht. In allen sechs Kirchorten von St. Cyriakus sammelten mehr als 200 Sternsinger für ein Kinder- und Jugendprojekt in Bolivien. Dies stellten sie am Dienstag im Rathaus vor.

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Duderstadt. Respekt und Toleranz waren die Schlüsselworte des Empfangs der Sternsinger im Duderstädter Rathaussaal.

Viele der etwa 200 Kinder und Jugendlichen, die in den vergangenen Tagen singend und sammelnd durch Duderstadt oder die Dörfer gezogen waren, konnten Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), Propst Bernd Galluschke und Pastorin Christina Abel begrüßen. „20 * C + M + B + 16“ – „Christus mansionem benedicat“ („Gott segne dieses Haus“): Als Caspar, Melchior und Balthasar, mit Stern und Sammeldose ausgerüstet, segneten sie Häuser, Betriebe, Krankenhäuser, Pflegeheime oder Banken.

Bereits zum 13. Mal leitete Kerstin Burchardt die Suchenden: „Ich bin mit meinen Kindern eingestiegen und dabei geblieben.“ Auch wenn ihre Kinder längst nurmehr die drei- bis 15-jährigen Könige begleiten, macht sie weiter. Hörte sich Sorgen an, war jederzeit gemeinsam mit ihrem Mann Bernward erreichbar.

Sternsinger-Aktion in Duderstadt erbringt mehr als 25 000 Euro. © Richter

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Denn während in den einzelnen Orten die Sternsinger nur am Sonntag unterwegs waren, zogen die Duderstädter drei Tage lang umher. Nicht für sich, sondern für arme Kinder in Bolivien. „Mit dem Geld seid Ihr ein Segen“, lobte Pastorin Christian Abel, „und sorgt dafür, dass sich diese Kinder als wertvoll sehen und nicht im Abseits stehen“.

Dass gerade eine evangelische Pastorin einer katholischen Sammlung danke, lobte Bürgermeister Nolte als „wunderschönes Zeichen, Ökumene zu leben.“ Respekt sei das große Thema, fand Prost Galluschke, vor sich und anderen, auch im Gebet: „Lass uns immer wieder auf Menschen zugehen, die uns fremd sind oder anders scheinen – und so immer mehr entdecken, wie vielfältig du die Menschen geschaffen hast.“

Am selben Tag waren Sternensinger aus 27 Diözesen ins Berliner Bundeskanzleramt gereist. Doch „die stärksten Sternsinger sind hier im Eichsfeld zuhause“, war sich Nolte sicher.

Singen trotz Schnee und Kälte

Trotz widriger Umstände zogen elf Sternsinger aus Rüdershausen durch den Ort und die benachbarten Ortschaften Lütgenhausen und Wollershausen. Dabei baten sie um Spenden für bolivianische Kinder.
„Wir sind immer freundlich aufgenommen worden, die Leute haben sich über uns gefreut und wir haben viele Süßigkeiten geschenkt bekommen“, berichteten die Sternsinger über ihren Einsatz. Bei Schneefall und starkem Wind zogen sie durch die Orte, um für die Anwohner zu singen und Spenden entgegen zu nehmen.

Die Süßigkeiten-Ausbeute des Tages spendeten sie wie in jedem Jahr komplett an Bedürftige in der Region. Ein Teil ging an die in Wollershausen untergebrachten Flüchtlinge. Die übrigen Süßigkeiten spendeten sie der Osteroder Tafel. Da jeder Süßigkeiten mag, so die Sternsinger, seien sie bei der Tafel und den Flüchtlingen an genau der richtigen Stelle.

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©Richter