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Steuertipps für Schatzmeister von Vereinen

Satzungsänderung ist häufigste Steuerfalle Steuertipps für Schatzmeister von Vereinen

Der Fiskus warnt vor Steuerfallen? Das gibt es. Mit einer Broschüre wendet sich das Finanzamt an Vereine und gibt Hinweise zum Steuernsparen. „Steuertipps – Informationsbroschüre für Vereine“ heißt das umfangreiche Werk. Es kann im Internet herunter geladen werden.

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Empfiehlt Steuertipps als „Plfichtlektüre für Vereinspräsidenten“: Finanzamtsvorsteher Klaus Hoedtke-von Werder.

Quelle: Hellmold

Es gehe um die gemeinnützigen Vereine und deren ehrenamtlichen Schatzmeister, erklärt Klaus Hoedtke-von Werder, Vorsteher des Finanzamts Northeim. Für sie sei die Steuerpflicht bei der Verwendung von Vereinsmitteln oder der Organisation von Veranstaltungen oft auch auf den zweiten Blick nicht erkennbar. Er warnt vor schwerwiegenden Folgen und legt Ehrenamtlichen die Broschüre ans Herz. „Eine Pflichtlektüre für Vereinspräsidenten, Schatzmeister, Kassenwarte und -prüfer“, so Hoedtke-von Werder.

Der Finanzamtschef belässt es aber nicht beim Hinweis auf bedrucktes Papier und das World Wide Web. In jedem Finanzamt Niedersachsens gebe es einen Sachbearbeiter, der sich mit der Besteuerung von Vereinen beschäftige. In Northeim ist das Jürgen Jugl. Gefragt, wie es mit der Steuerkompetenz in den Vereinen der Region aussieht, macht Jugl deutlich: „Die Steuerkompetenz in den Vereinen steht und fällt mit den Personen, die die Vorstandsämter bekleiden.“ Es gebe hier zum Teil erstaunliches Fachwissen, aber auch das Gegenteil sei der Fall. Letzteres gelte meist für kleine Vereine, während die größeren mehr auf die steuerliche Versiertheit ihrer Schatzmeister achteten. Aber auch sie müssten angesichts des komplexen Steuerrechts oft auf die Dienste eines Steuerberaters zurückgreifen. Das sei dann sinnvoll, wenn es nicht um Verfahrensfragen gehe, bei denen das Finanzamt Auskunft geben dürfe, betont Hoedtke-von Werder.

Die häufigste Steuerfalle? Probleme gebe es oft bei Satzungserrichtungen und -änderungen, so Jugl. Die sollten mit Finanzamt und Registergericht abgestimmt sein, sonst drohten Schwierigkeiten bis hin zum Verlust der Gemeinnützigkeit.

Übertreibt das Finanzamt mit diesen Warnungen? Nein, sagt Hermann Vorwald. Er ist als Vorsitzender des Trägervereins der Familienbildungsstätte Untereichsfeld einer der Ehrenamtlichen, die Hoedtke-von Werder ansprechen will. Als Sparkassendirektor ist Vorwald zugleich Finanzfachmann, und bestätigt trotz, oder gerade wegen dieser Kompetenz, die Hinweise des Finanzamts.

Vorwalds Empfehlung an Schatzmeister: „Immer mit dem Steuerberater zusammensetzen.“ Aber auch mit dem Finanzamt selbst hat er gute Erfahrungen gemacht. Abstimmungen seien hier kurzfristig und ohne großen Aufwand möglich.

Informationsbroschüre für Vereine

Auf 100 Seiten gibt das Niedersächsische Finanzministerium Vereinen Hinweise zu Steuervergünstigungen durch Gemeinnützigkeit und den Regeln, die dabei beachtet werden müssen. Gemessen am Schwierigkeitsgrad des Steuerrechts, sei es eine leicht verständliche Broschüre, urteilt Klaus Hoedtke-von Werder vom Finanzamt Northeim. Beantwortet werden die Fragen, welche Steuerarten Vereine betreffen, was sie als Arbeitgeber beachten müssen, was als Spende abgesetzt werden kann. Ein Auszug aus der Abgabenordnung, eine Mustersatzung für Vereine und ein Vordruck für Zuwendungsbestätigungen vervollständigen die Broschüre. Sie kann auf der Homepage des Ministeriums heruntergeladen werden.

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