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Kleine Gebäude und viel Kultur

Stipendiaten des Goethe-Instituts Kleine Gebäude und viel Kultur

57 Jugendliche aus 13 Ländern sind ins Kolping-Ferienparadies Pferdeberg gekommen, um einen dreiwöchigen Deutschkurs zu absolvieren. Die Stipendiaten des Goethe-Instituts lernen auch regionale Besonderheiten kennen und ziehen Vergleiche zu ihrer Heimat.

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Stipendiaten: Laura Sanchez Perez und Johann Zoz (vorne), Miguel Valle-Inclán und Jacqueline Kennard.

Quelle: Niklas Richter

Gerblingerode. Viele Eichsfelder waren bereits im Gespräch mit den Jugendlichen. Sie nähern sich einigen Themen per Umfragen an und schärfen so ihre Deutschkenntnisse während dieses Pasch-Kurses. Pasch steht für das Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“.

„Die älteren Menschen sind oft netter als die jüngeren"

„Die älteren Menschen sind oft netter als die jüngeren und antworten länger“, sagt Laura Sanchez Perez, die Passanten in Duderstadt nach deren musikalischen Vorlieben befragte. Die 15-jährige Spanierin möchte in ihrer Heimat Medizin studieren und anschließend „vielleicht nach Deutschland ziehen“.

„Für mich ist das typisch deutsch hier“, meint Jacqueline Kennard aus Glasgow und verweist auf die „sehr alten Gebäude“ aus Holz. Zusammen mit anderen Mitgliedern ihrer Gruppe erarbeitet die 18-Jährige, die Deutsch und Italienisch studieren möchte, einen Reiseführer über Duderstadt. Hierzu erkunden die Teilnehmer, was Sehenswürdigkeiten sind und welche Geschäfte und Restaurants für Touristen von Interesse sind. Zusammen mit Fotos, die Kursteilnehmer „schießen“, entsteht zunächst ein Plakat.

"Es ist alles sehr grün, das mag ich sehr“

„Es gibt hier im Gegensatz zu meiner Heimat Madrid viele Bäume und es ist alles sehr grün, das mag ich sehr“, betont Miguel Valle-Inclán. Der 15-Jährige aus Madrid plant ein Ingenieurstudium, das er möglicherweise in Deutschland absolviert. „Man hat hier bessere Möglichkeiten, es ist nicht so teuer wie in Spanien“, berichtet der Stipendiat.

„Duderstadt hat viel Kultur“, lautet der Eindruck von Johann Zoz, der aus der deutschen Siedlung Blumenau in Süd-Brasilien nach Duderstadt gekommen ist. Neben der Bau- hat er auch die Esskultur im Blick. „Man isst hier viel Brot und Schweinefleisch, in Brasilien gibt es mehr Fisch, Rindfleisch und Obst“, berichtet der 16-Jährige, für den die Eiche ein typisches Kennzeichen der Region sei, während es in seiner Heimat fast nur Regenwald gebe. Den wird er während in seiner Ausbildung vermissen, denn er strebt ein Chemie-Studium an der Technischen Universität München an. Mit Skepsis beobachtet er die Entwicklung des brasilianischen Fußballs. Gebe es bei der nächsten Weltmeisterschaft in zwei Jahren wieder ein Spiel gegen Deutschland, dann würde es nach Einschätzung von Zoz erneut 7:1 für das Team von Bundestrainer Joachim Löw enden.

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