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Stockfisch-Records aus Northeim für Grammy nominiert

Tonstudio Pauler Acoustics für Grammy nominiert Stockfisch-Records aus Northeim für Grammy nominiert

Mehr als 80 Preiskategorien mit jeweils fünf Nominierten gibt es beim Musikpreis „Grammy“, verliehen von der National Academy of Recording Arts and Sciences in Los Angeles. Für Februar 2015 hat sich auch eine in Peking und Northeim produzierte CD dem internationalen Wettbewerb gestellt.

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Team von Pauler Acoustics: Percy Chan, Hans-Jörg Mauksch, Günter Pauler und Inés Breuer (v. l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Northeim. Hergestellt wurde die CD für die chinesische Sängerin Song Zuying vom Plattenlabel Stockfisch-Records. Das Team des Northeimer Tonstudios Pauler Acoustics erhofft sich einen Preis in der Sparte „Best Surround Sound Album“.

Stockfisch-Records und vor allem Toningenieur Hans-Jörg Mauksch sind seit Jahren in China bekannt. Der Musikwissenschaftler übernahm für staatliche Firmen das sogenannte Remastering von Musikaufnahmen, die im Zuge der Kulturrevolution bis auf die Originaltonträger vernichtet wurden. Song Zuying ist sehr populär, „die Helene Fischer von China“, scherzt Mauksch. Für das Projekt „Epics of Love“ kontaktierte die Agentur der Sängerin Günter Pauler und sein Team.

Tonstudio Pauler Acoustics Northeim bewirbt sich mit CD für chinesische Sängerin bei Musikprei. © EF

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Im September 2011 flogen die Stockfisch-Mitarbeiter mitsamt ihrer 600 Kilogramm schweren Tontechnik nach Peking. Ort der Aufnahme war der Saal eines Radiosenders, „plüschig, mit Teppich ausgestattet und akustisch sehr interessant“, erzählt Pauler. Vertont und eingesungen wurde Liebeslyrik, „14 Gedichte von 1000 vor bis 1100 nach Christi“, sagt Pauler. Die Sängerin habe das bewundernswert gemeistert, „sie musste teils in Sprachen singen, die es gar nicht mehr gibt“.

An der Produktion der CD beteiligt waren außerdem Chöre, 120 Musiker des China Philharmonic Orchestra und Solisten mit chinesischen traditionellen Instrumenten wie Schlangenhaut-Geige und Zither. „Für die Surround-Aufnahme haben wir die leisen traditionellen Instrumente aus dem Orchester herausgenommen und nach Bedarf verstärkt.“ Orchester und Sängerin wurden getrennt aufgenommen.

So sei durch die Mischung auf sechs Kanälen ein besonderer Raumklang entstanden – Grund dafür, die Produktion bei den Grammy Awards einzureichen. Die Nominierung erfüllt das Team schon mit Stolz. Am 8. Februar fällt die Entscheidung. Ob eine Abordnung aus Northeim zur Preisverleihung fährt, steht noch nicht fest, „darüber diskutieren wir noch“. Die Reise, so Pauler, würde sehr teuer, „allein die Eintrittskarten kosten 2000 Euro“.

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©Richter