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Störche päppeln Nachwuchs in Seeburg auf

Bruterfolge in vielen Nestern Störche päppeln Nachwuchs in Seeburg auf

Immer mehr Störche fliegen das Eichsfeld an, besetzen Nester auf Scheunen, Schornsteinen und Nisthilfen, paaren sich und ziehen hier ihren Nachwuchs groß. Im Wonnemonat Mai sind mehrere Jungstörche geschlüpft, die jetzt von ihren Eltern aufgepäppelt werden.

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Nur nach Erklimmen eines Baumes möglich: Blick in Papes Nest mit Jungstörchen.

Quelle: Mahnkopf

Seeburg. Bereits das 13. Jahr in Folge ist der Biobauernhof Schwalbennest an der Seeburger Ortsdurchfahrt zum Domizil für eine Storchenfamilie geworden. Über drei Jungstörche im Nest auf seiner Scheune freut sich Ludwig Pape – und will diese Freude mit anderen Storchenfreunden teilen. Interessierten bietet der Seeburger nach Absprache unter Telefon 0 55 07/99 95 48 einen Blick auf die Jungstörche im Nest an.

Wer die weißgrauen Flaumknäuel in Augenschein nehmen will, sollte allerdings keine Höhenangst haben und schwindelfrei sein. Bis man den richtigen Blickwinkel erreicht hat, muss man über eine Ausziehleiter in einen Baum steigen, in rund acht Metern Höhe auf eine Astgabel klettern und etwas Geduld mitbringen, um Fütterungsverhalten, Brutpflege und Nestreinigung beobachten zu können.

In diesem Monat plant Pape wieder ein Storchenfest, wenn die Jungtiere von Georg Fiedler,  dem Storchenbeauftragten der Vogelschutzwarte Helgoland, beringt werden. Je nach Entwicklung der Jungstörche soll das Mitte oder Ende Juni der Fall sein. „Wenn die Beringung zu früh erfolgt, würde der Ring verrutschen“, sagt Pape: „Und wenn es spät geschieht, hüpfen die Jungen aus dem Nest.“

Gemeinsam mit dem Gieboldehäuser Storchenfan Friedel Bode plant Pape, einen Führer über die Störche im Eichsfeld zu erstellen. Vom Nest auf seiner Scheune sind bislang 26 Jungstörche ausgeflogen. „Geschlüpft sind noch mehr, es gibt aber immer wieder auch mal Verluste.“  In diesem Jahr ist bislang alles glattgegangen. Auch auf der Feldscheune am Seeanger bei Ebergötzen sind drei Jungstörche geschlüpft. Bode berichtet von zwei Storchenbabys auf dem Schornstein der ehemaligen Gieboldehäuser Molkerei und drei weiteren in Lütgenhausen. Auch in anderen Orten gibt es  Bruterfolge.

Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung hat die Rückkehr der Störche allerdings nicht. Wenn der Storch Babys bringen würde, bedürfte es keiner Dorfmoderatoren und Demografiebeauftragten. Im Aufwind befinden sich nur die Störche, die ländliche Humanpopulation bleibt im Sinkflug.

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©Richter