Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Storchenbetreuer Georg Fiedler beringt späten Jungstorch in Seulingen

Gute Chancen für 5T322 Storchenbetreuer Georg Fiedler beringt späten Jungstorch in Seulingen

Der Wolfsburger Weißstorchbetreuer und Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland, Georg Fiedler, hat am Dienstag sechs weitere Jungstörche im Eichsfeld beringt. Nach dem nasskalten Mai im vorigen Jahr und vielen Verlusten verspricht dieses Jahr ein gutes Storchenjahr zu werden.

Voriger Artikel
Worbis: Cannabis im Kleiderschrank
Nächster Artikel
Oehlschläger referiert bei Treffpunkt Stadtmarketing über Online-Werbung

Jungstorch  bei Seulingen wird beringt: Weißstorchbetreuer Georg Fiedler legt ihm die Plastikmarke mit der Nummer 5T322 an.

Quelle: Thiele

Seulingen. „Für sein Alter ist er gut entwickelt“, sagte Fiedler, nachdem er den vermutlich am 1. Juni verspätet geschlüpften Jungstorch bei Seulingen beringt und mit Wasser versorgt hatte.

„40 Grad wären auch für Störche ein bisschen viel.“ Schlimmer sei Nahrungsmangel bei Trockenheit, kein Regenwurm komme raus. Ein vier Wochen alter Storch könne aber schon Mäuse verarbeiten, so der Storchenexperte.

Mäuse gibt es offenbar genug in der Suhleaue am Ortsausgang von Seulingen. Während ein Storch auf dem Nest blieb, stapfte der zweite auf den Wiesen hinter den Schleppern her, mit denen Landwirte Heu machten oder wendeten. In der Luft kreisten Rotmilane.

Von einer Bank aus beobachteten wie jeden Tag Peter Becker und Herbert Rust die Szenerie. Vor drei Jahren war die Nisthilfe von den Seulingern Walter  Bringmann und Bernhard Rust errichtet worden. Im ersten Jahr brüteten Nilgänse in luftiger Höhe, 2014 verendete ein Jungstorch. In diesem Jahr sieht alles gut aus für 5T322. Fiedler fand im Nest ein Ei, das nicht ausgebrütet worden war. Der Einzelstorch hat so gute Chancen.

Zuvor hatte Fiedler zwei Jungstörche in Obernfeld beringt und drei in Lütgenhausen. Dort feierten Dorfbewohner gleich ein Fest mit Kaffee und Kuchen. Der Seulinger Lars Denecke unterstütze die Aktionen mit seinem Hubwagen. Bruterfolge gibt es auch in Gieboldehausen, Seeburg, Wollershausen und Westerode. 

In diesem Jahr beringte Fiedler im Bezirk Braunschweig und im Harzkreis bereits Jungstörche in 88 Nestern. Zehn kommen noch hinzu. Im vorigen Jahr kam er nur auf 70 Nester.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter