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Storchenpaare sichern sich Brutplätze im Eichsfeld

Der Kampf um die Nester Storchenpaare sichern sich Brutplätze im Eichsfeld

Alle Störche sind noch nicht da, die ersten haben sich aber bereits nach vorangegangenen Revierkämpfen gepaart. Das gilt auch für das frischgebackene Paar im Nest auf der Scheune von Biobauer Ludwig Pape in der Seeburger Ortsdurchfahrt. Nach mehrwöchigem Warten und Klappern habe der stattliche Storch jetzt eine Partnerin gefunden, freut sich Pape.

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Hat sich gegen die Nilgänse durchgesetzt: Storch auf der Scheune von Pape in Seeburg.

Quelle: Richter

Eichsfeld. Die Befürchtungen, dass die Nilgänse, die sich vorübergehend dort eingenistet hatten, die Störche vertreiben könnten, sind nicht eingetreten – auch ohne menschliches Einschreiten.

Die Störche haben die Oberhoheit behalten, Nesthocker sich gegen Nestflüchter durchgesetzt. „Die Nilgänse haben das Geschehen von der Schweinewiese aus beobachtet und immer wieder das Nest angeflogen, es dann aber dem Storchenpaar überlassen“, berichtet Pape und geht davon aus, dass es das zwölfte Jahr in Folge wieder Storchen-Nachwuchs geben wird.

Nilgänse seien eigentlich Bodenbrüter, würden wegen der Feinde am Boden aber auch höher gelegene Nester schätzen, merkt der Seeburger an.

Abgeschlossen ist die Storchen-Pärchenbildung inzwischen auch auf dem Schornstein der alten Molkerei in Gieboldehausen, der Feldscheune am Seeanger bei Ebergötzen und der Nisthilfe von Wilhelm Koch in Lütgenhausen. In Gieboldehausen habe ein neues Pärchen den alteingesessenen Storch vertrieben und beim Kampf um das Nest Blessuren davongetragen, hat Friedel Bode beobachtet. Auch in Hattorf ist inzwischen der zweite Storch gelandet, postet Beate Smidt auf Facebook.

Andernorts müssen sich die Storchenfreunde noch in Geduld üben. „In Seulingen warten wir gespannt sowohl auf Weiß- als auch Schwarzstörche“, sagt Lars Denecke. Funkstille herrscht bislang auch in Obernfeld – nach einem zweitägigen Storchenbesuch im März, bestätigt Thomas Ehbrecht. Auf der Nisthilfe bei Wollbrandshausen steht nur sporadisch ein Storch. Und in Westerode hofft Hubert Hölscher mit Blick auf das noch verwaiste Nest auf der alten Molkerei, dass das Jungstorchenpärchen vom vergangenen Jahr doch noch eintrudelt.

Bedenken, dass es eng im Stochenland Eichsfeld werden könnte, hat Holger Belz von der Sielmann-Stiftung nicht. Eine Überpopulation schließt der Naturschützer aus. „Das regeln die Störche selbst“, sagt Belz und sieht noch Luft nach oben. Es gehe auch um Brutmöglichkeiten, entscheidend sei aber das Nahrungsangebot: „Wenn es Nahrung gibt, findet der Storch auch einen Brutplatz – ob mit oder ohne Nisthilfe.“ Wichtig sei, dass ausreichend Grünlandflächen vorhanden sind.

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