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Straßenbeleuchtung nur noch mit LED

Gemeinde steigt komplett um Straßenbeleuchtung nur noch mit LED

Als erste Gemeinde in Südniedersachsen stellt Rollshausen die komplette Straßenbeleuchtung auf LED-Technik um. Bis Ende kommender Woche tauscht Eon Mitte alle 138 Quecksilber-Leuchten in Rollshausen und dem zur Gemeinde gehörenden Wallfahrtsort Germershausen gegen energiesparende Leuchtdioden aus.

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Auf Energiesparkurs: Reinhard Scharf, Axel Fette und Uwe Koch (von links).

Quelle: Thiele

Rollshausen. Das Energieversorgungsunternehmen hat bei der Ausschreibung für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung das günstigste Angebot abgegeben. Bislang sind im Eichsfeld nur einzelne Straßenzüge wie in Bilshausen und Bodensee auf LED umgerüstet, in weiteren Gemeinden punktuell neue Leuchten installiert worden.

Verbrauchten die alten Quecksilber-Leuchten durchschnittlich 120 Watt, benötigen die neuen Leuchten nur noch 37 Watt. „Pro Jahr werden rund 47 800 Kilowattstunden Strom und damit 60 bis 70 Prozent gegenüber den alten Leuchten eingespart“, sagt Axel Fette, Leiter der Netzregion Göttingen/Hardegsen. Das entspreche dem Jahresverbrauch von mindestens 13 Familien-Haushalten und spare knapp 27 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein.

„Wir haben uns bewusst für die zukunftsweisende LED-Technik entschieden, die eine rasante Entwicklung genommen hat“, sagt Rollshausens Bürgermeister Reinhard Scharf (CDU) und freut sich über den Zuschlag für Eon Mitte als jahrzehntelangen Konzessionspartner der Gemeinde. Und Fette hofft, dass das auch so bleibt.

ördert wird die Umrüstung durch den Projektträger Jülich im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt. Der Gemeindeanteil an der Investitionssumme in Höhe von 76 000 Euro beträgt 52 000 Euro. Durch die Energieeinsparung würden sich die Kosten in weniger als einem Jahrzehnt amortisieren, betont Scharf. Bisher zahle die Gemeinde für die Straßenbeleuchtung jährlich knapp 10 000 Euro Stromkosten. Und die Strompreise steigen weiter, prognostiziert Fette ebenso wie Uwe Koch, Projektleiter für die Straßenbeleuchtung bei Eon Mitte – auch mit Blick auf den Ausbau der Stromnetze für regenerative Energiequellen.

Die rund 900 Einwohner der Gemeinde müssen sich jetzt erst einmal an neue nächtliche Lichtverhältnisse gewöhnen. Nach Austausch der Pilzlampen in den Wohngebieten und der Peitschen- respektive Kofferlampen an den Ortsdurchfahrten erstrahlt dort ein Licht, das mit dem gelblich-warmen Licht der mancherorts vorhandenen Natriumdampflampen wenig gemein hat. Die LED-Leuchten mit ihrem hellen und gerichteten Licht erzielten gegenüber herkömmlichen Straßenleuchten eine wesentliche bessere Ausleuchtung der Straße, Streulicht gebe es nicht mehr, sagt Koch: „Die LED-Leuchten sind effizient und langlebig.“

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©Richter