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Straßenkarneval in Desingerode, Westerode und Wollbrandshausen

Rolling Bones und Dschungel-Camp Straßenkarneval in Desingerode, Westerode und Wollbrandshausen

„Unser Stier ist genau so wild wie wir“, gab die Inschrift auf dem Wagen den Hinweis, welches Temperament vom Elferrat des Carneval Clubs Desingerode (DCC) zu erwarten sei. Über diesen Zeilen thronte ein gigantischer Stier. „Wir haben einen sehr jungen Elferrat. Durchschnittsalter ist Anfang 20, und der Trupp ist hochmotiviert“, freute sich Präsident Dennis von Ahlen über den eindrucksvollen Umzug.

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Großfromatigge Figuren wie der Desingeröder Stier lassen rheinländische Vergleiche in der Wagengestaltung zu.

Quelle: Richter

Eichsfeld. 26 Wagen zogen durch die Straßen Desingerodes, davon 16 Motivwagen, die es locker mit den rheinländischen Großformaten aufnehmen könnten. Riesenclowns oder ein überlebensgroßer Sarotti-Mohr zeugten von monatelanger Arbeit mit Eisengestellen, Styropor und Pappmaché. „Die Jungs vom Elferrat haben seit Anfang November jedes Wochenende an den Wagen gebastelt, im Endspurt auch zweimal in der Woche“, lobt der Präsident die starke Truppe. Aber auch die Desingeröder Vereine wie der SC Eichsfeld, der Klempner Club, der Wodka-Kegelclub oder die schon seit Jahrzehnten vertretenen Lahmen Heringe haben sich einiges einfallen lassen, um sich beim Umzug zu präsentieren. Musik gab es vom Fanfarenzug Duderstadt, vom Tambour Corps Herzberg und von den Rolling Bones, welche mit einem eigenen Band-Wagen vertreten waren. Zu Hunderten feierten auch die gutgelaunten Zuschauer in dichtgedrängten Reihen am Straßenrand mit.

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In Westerode traf man derweil Tiger, Affen, Elefanten, Giraffen und Nashörner freilaufend an. Der Westeröder Carneval Club hatte sich das Motto „Dschungel“ auf die Fahnen geschrieben. „Unser Umzug ist recht klein, aber dafür ist die Mehrzweckhalle aufwändig geschmückt. Da fließt sogar ein Wasserfall“, pries Präsident Stefan Beckmann die Dekoration. Hinter dem Nesselröder Spielmannszug marschierten aber nicht nur Dschungeltiere durch Westerode. In grünen Outdoor-Outfits nahmen die Schützen das Dschungel-Camp mit ihrer Aufschrift „Ich bin ein Schütze, holt mich hier raus“, aufs Korn. Nach der Miniprinzengarde mit Elfen und Prinzessinnen bildete die Jugendfeuerwehr die Nachhut.
 Klein, aber fein und nicht vorgeplant ist wieder der Fastnachtsumzug in Wollbrandshausen gewesen – eher eine Ergänzung zu den närrischen Highlights Piepgössel-Rasur, Gerichtshof, Ärztekommission und Büttenabend. Der hat dem Fastnachtsverein weiteren Zulauf beschert: Am Büttenabend vor dem Umzug sind die Mädchen der Garde aus Gerblingerode Vereinsmitglieder geworden. Der Knastwagen, mit dem am Rosenmontag die Delinquenten abgeholt werden, fehlte in dem von Fußgruppen dominierten Umzug ebensowenig wie die Ebergötzer Blasmusik und jede Menge Flaschen mit Jubiläumsetiketten: „125 Jahre Klömpe-Bräu“.  ny/ku

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